Fußball-Bezirksliga: Etzel: „Die Stimmung in der Mannschaft ist positiv“

Bönnigheims Trainer Timo Etzel gibt sich zuversichtlich, dass der Knoten bald platzt.
Alexander KepplerFünf Spieltage ist die Saison in der Fußball-Bezirksliga Enz/Murr mittlerweile alt. Aufsteiger TSV Bönnigheim steht mit 0:22 Toren und null Punkten am Tabellenende. Dass der TSV in der höheren Liga nicht nahtlos an die anderthalb Jahre, in denen er in der Kreisliga A3 erfolgreich war, würde anknüpfen können, war von vornherein abzusehen. Der Klassenerhalt war von Beginn an das erklärte Ziel des Vereins.
Dennoch hätten sich die Bönnigheimer einen etwas besseren Start gewünscht. Rechnet man die 1:2-Niederlage im Pokal gegen Ilingen hinzu, kassierte die Mannschaft nun schon die sechste Niederlage in Folge. Dass in der Liga auch noch kein eigener Treffer gelang, lässt den Blick auf die Tabelle noch trostloser erscheinen. Doch Trainer Timo Etzel gibt sich weiter zuversichtlich. „Die Stimmung in der Mannschaft ist positiv. Die Spieler sind Kumpels. In der Kreisliga haben wir zusammen gewonnen, jetzt verlieren wir zusammen. Ich sehe zudem einen sehr positiven Trend. Am Sonntag haben wir uns in Pattonville schon viel mehr Chancen erspielt als in den Begegnungen davor“, betont er. Die Trainingsbeteiligung bei den gesunden Spielern sei immer hoch.
Steigerung im Vergleich zu den ersten Spielen
So deutlich wie gegen Heimsheim (0:6), in Hessigheim (0:5) und gegen Marbach (0:6) verloren die Bönnigheimer beim 0:2 in Pattonville tatsächlich nicht. Zu Beginn habe seinem Team „noch die Bezirksliga-Reife gefehlt“, sagte Etzel noch vor einigen Wochen. Nun gab es immerhin mehrere gute Chancen. „Für uns ist es fast wie ein Punktgewinn, dass wir in der zweiten Halbzeit gegen Pattonville ohne Gegentor geblieben sind.“
Der Bönnigheimer Trainer gibt sich im Gespräch sehr gelassen. Das Vertrauen zwischen Trainer und Mannschaft ist vorhanden. Die Spieler bekommen die Zeit, sich an die neue Liga zu gewöhnen. Dass mit Heimsheim, Hessigheim und Marbach auch gleich drei spielstarke Gegner warteten war ebenso ungünstig wie die Tatsache, dass immer der ein oder andere Spieler verletzungsbedingt fehlte. So mussten auch zuletzt Akteure aus der zweiten Mannschaft aushelfen. Dies nimmt Etzel jedoch keineswegs als Vorwand für eine Ausrede. Klar hatte er zu Saisonbeginn auch angesprochen, dass es nicht rund lief. Es gelte „positiv zu bleiben und die Köpfe nicht hängen zu lassen“, betont der Trainer. Noch stehen 25 Spieltage an. Mit dem TSV Münchingen und dem FSV 08 Bietigheim-Bissingen II gibt es zudem noch zwei weitere Bezirksligisten, die noch ohne einen einzigen Punkt dastehen. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt gilt es zu punkten.
Nächster Gegner mit mehreren erfahrenen Spielern
Dass trotz des Starts Zuversicht herrscht, ist ein gutes Zeichen, doch sollte sich der TSV andererseits auch nicht mehr allzu lange Zeit lassen, mit dem Punkte sammeln zu beginnen. Am Sonntag (15 Uhr) steht nun das Heimspiel gegen den Tabellen-Dritten TSV Grünbühl an. Der Mitaufsteiger aus Ludwigsburg ist sehr gut gestartet, auch, weil mehrere Akteure höherklassige Erfahrungen gesammelt haben. Unschlagbar ist aber auch dieser Gegner nicht. Sollte der Knoten bald platzen, ist das Ziel Klassenerhalt noch realisierbar.