FSV 08 Bietigheim-Bissingen: Mit Geduld und Zusammenhalt den Klassenerhalt sichern

Trotz Verletzungssorgen und schlechtem Start in die Saison geben sich die Frauen des FSV 08 Bietigheim-Bissingen zuversichtlich, den Klassenerhalt in der Regionenliga zu schaffen.
privat- FSV 08 Bietigheim-Bissingen kämpft trotz Fehlstart um den Klassenerhalt in der Regionenliga.
- Nach sieben Spielen steht das Team mit einem Punkt auf dem letzten Platz – viele Gegentore inklusive.
- Verletzungen schwächen den Kader; drei weitere Ausfälle gegen Dürrenzimmern verschärfen die Lage.
- Drei Spielerinnen um Emily Klein übernahmen interimistisch das Traineramt und setzen auf Zusammenhalt.
- 17 Spieltage bleiben, nächste Aufgabe: Heimspiel gegen Tabellenführer SGM Ottmarsheim/Neckarwestheim/Ilsfeld.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach einem Jahr Abstinenz kehrten die Fußballerinnen des FSV 08 Bietigheim-Bissingen im Sommer in die Regionenliga zurück. Mit acht Punkten Vorsprung auf Platz zwei und 127 erzielten Toren war das Team vom Bruchwald in der vergangenen Bezirksliga-Saison das Maß aller Dinge. In der laufenden Saison eine Liga höher läuft es allerdings noch nicht rund. Nach sieben Spielen stehen die Bissingerinnen mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz.
Neben knappen 0:1- und 1:2-Niederlagen gab es auch Begegnungen, in denen die Nullachter neun oder sogar zehn Gegentore kassierten. „Wir hatten Spiele mit deutlich zu hohen Ergebnissen, die nicht immer die tatsächliche Leistung widerspiegelten. Nach vorne fehlt uns leider der Zug zum Tor, da wir schon seit Monaten mehrere verletzte Spielerinnen haben. Am Sonntag gegen Dürrenzimmern sind nun drei weitere Spielerinnen ausgefallen, was den Kader weiter ausdünnt“, so Emily Klein, die selbst seit längerer Zeit verletzt ist und noch auf ein Comeback warten muss.
Vor einigen Wochen hat sie gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen Natalie Hieronymus und Simone Mete die Aufgabe als Trainerin Übernommen, nachdem Aufstiegs-Coach Selcuk Ibram aus familiären Gründen zurücktrat. „Das kam für das gesamte Team sehr überraschend und zu einem ungelegenen Zeitpunkt. Wir haben aber schnell reagiert und mit dem ganzen Team entschieden, es erst einmal intern zu lösen“, sagt Klein. Eine Aufteilung der Aufgaben gibt es unter den drei Trainerinnen nicht, die Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. „Vom Team wurde diese Lösung gut angenommen. Aktuell ist uns sehr wichtig, dass erst einmal Ruhe in die Situation kommt.“
Neuland für das Trainer-Gespann
Die Trainer-Aufgabe ist Neuland für das Gespann. Klein betont jedoch, dass die Mannschaft ihnen sehr viel Geduld und vor allem Vertrauen entgegenbringe. Neben der Verletzungsmisere, die bereits zum Ende der Vorsaison begann, kam mit der veränderten Trainer-Situation noch eine weitere Herausforderung auf Mannschaft und Verein zu. So schwer die Situation momentan auch ist, so sicher sind die FSV-Frauen in dem Punkt, sich auf lange Sicht in der Regionenliga etablieren zu wollen. „Deshalb müssen wir die Challenge annehmen und jede Erfahrung mitnehmen“, so Klein.
Eine der Stärken des Teams, in dem auch jüngeren Spielerinnen die Chance gegeben wird, sich zu entwickeln, liegt im Zusammenhalt der Spielerinnen. Der Weg zum Klassenerhalt wird nicht einfach. Der Rückstand auf die Nichtabstiegszone beträgt sieben Punkte. Irgendwann müssen auch Siege gelingen, soll die Klasse gehalten werden. Die Staffel 1 der Regionenliga, in der die FSV-Frauen spielen, wurde völlig neu zusammengestellt, viele Mannschaften aus dem Kreis Heilbronn sind dort eingeteilt. „Wir müssen und dürfen uns nicht verstecken. Ich bin davon überzeugt, dass wir, wenn wir uns richtig eingespielt haben und uns weiterhin auf uns fokussieren, noch einige Punkte holen, mit denen niemand rechnet“, gibt sich die Spielertrainerin zuversichtlich.
Es brauche noch Zeit, bis die Mannschaft wirklich eingespielt ist, doch gibt es mehrere junge Spielerinnen, die neu zur Mannschaft gestoßen sind und sehr herzlich aufgenommen wurden.“ Meist sitzt die Mannschaft nach Spielen oder dem Training noch zusammen, auch gibt es einmal in der Woche einen Stammtisch, bei dem es Gelegenheit zum Austausch gibt.
Gemeinsamer Länderspiel-Besuch
Hinzu kamen und kommen gemeinsame Unternehmungen. Die Bezirksliga-Meisterschaft wurde gemeinsam auf Mallorca gefeiert. Vor einigen Wochen waren fast alle Spielerinnen in Karlsruhe beim Länderspiel der DFB-Frauen gegen Australien. Die Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung ist zweifelsohne gegeben. Je schneller die jungen, neu hinzugekommenen Spielerinnen voll in die Mannschaft integriert sind und je eher einige der verletzten Spielerinnen aufs Feld zurückkehren - inklusive Emily Klein selbst - desto besser stehen die Chancen, die Liga zu halten.
Wie lange das Trainer-Gespann aus den drei Spielerinnen seine Aufgabe wahrnehmen wird, ist noch ungewiss. „Wir sind nicht abgeneigt, falls wir einen externen Trainer oder eine externe Trainerin finden. Allerdings nur, wenn wir sicher sind, dass es passt. Wir wollen die Entscheidung nicht überstürzen“, sagt Emily Klein.
Bis es soweit ist, wird das „Experiment“, wie die Trainerinnen ihr Engagement selbst bezeichnen, fortgesetzt. 17 Spieltage haben die Nullachter nun noch Zeit, die nötigen Punkte zu sammeln, um in der Regionenliga zu bleiben. Am Sonntag (13 Uhr) steht das Heimspiel gegen Tabellenführer SGM Ottmarsheim/Neckarwestheim/Ilsfeld an.
