FSV 08 Bietigheim-Bissingen: „Katastrophale erste Halbzeit“

08-Torwart Sven Burkhardt hat Glück, dass Göppingens Noah Lulic (rechts) die Flanke von Frederik Schumann in der 25. Minute volley knapp neben den Pfosten setzte.
/Martin KalbDer große Verlierer im Kampf um den Klassenerhalt war an diesem Wochenende der FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Während die restliche direkte Konkurrenz punktete, verlor das Team von Trainer Simon Wörner gegen den Tabellenzweiten 1. Göppinger SV mit 0:3 (0:3), der mit Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach weiter Schritt hält, während der FC 08 Villingen nach dem 0:3 beim FC Nöttingen etwas an Boden verloren hat. Der Rückstand auf das rettende Ufer wuchs für die Bruchwald-Elf derweil auf fünf Punkte an. „Das war eine katastrophale erste Halbzeit – unerklärlich, wie das zustande gekommen ist“, rang Wörner um eine Erklärung. „Wir hatten den Eindruck, dass bei einigen in der ersten Halbzeit nicht angekommen war, was auf dem Spiel steht.“
Lulic verpasst, Hölzli verwertet
Anders als zuletzt ließen die Göppinger die Bissinger zunächst spielen und warteten auf Umschaltmomente. Diese ergaben sich auch schon nach wenigen Minuten. Immer wieder zeigten sich Lücken in der FSV-Viererkette, die aber bis auf Linksverteidiger Arel Demir so auch schon in Backnang auf dem Platz stand. Fast jede Hereingabe oder Flanke sorgte für Gefahr vor dem Kasten von Sven Burkhardt. So auch in der 15. Minute, als nach einer Hereingabe von Noah Lulic Max-Julian Hölzli am ersten Pfosten noch über den Ball trat, dahinter aber Emmanuel Atutononu McDonald das Spielgerät über die Linie stolperte.
Nur rund 90 Sekunden darauf zappelte der Ball auch im Göppinger Netz. Beim Steckpass von Lukas Böhm stand Valentyn Podolsky aber knapp im Abseits. Es war der einzige gefährliche Abschluss der Bissinger in den gesamten 90 Minuten. „Wir hatten keine zwingende Aktionen. Wenn man es gut meint, hatten wir zwei Halbchancen“, berichtet Wörner enttäuscht. Im direkten Gegenzug waren auch die Göppinger erfolgreich. Doch auch dabei hatte sich Atutononu McDonald ein bisschen zu weit vorgewagt und stand im Abseits (17.).
Die Gäste blieben aber am Drücker, beließen es jedoch bei zwei weiteren Treffern. In der 23. Minute brachten Demir und Pero Mamic am eigenen Fünfereck Lulic zu Fall. Den Elfmeter verwandelte Filip Milisic. Und in der Nachspielzeit ließ Adrian Freiwald mit einem überlegten Rückpass gleich zwei Bissinger mit Burkhardt und Kevin Ikpide aussteigen, sodass Lulic nur noch einschieben musste (45.+2).
Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Göppinger das Ergebnis und taten nur noch das Nötigste. Dennoch hätten sie auf 4:0 erhöhen können, doch Burkhardt verhinderte gegen Freiwald den Einschlag (68.). Daraus, dass die Gäste mindestens einen Gang zurückgeschalten hatten, konnten die Bissinger aber kein Kapital schlagen. Wörner: „Wenn man irgendetwas Positives mitnehmen will, dann, dass wir nach der Pause wenigstens ein leicht anderes Gesicht gezeigt haben.“