Freudental
: 4,5 Millionen Euro für einen attraktiveren Ortskern

2013 wurde Freudental mit dem Sanierungsprojekt „Ortskern II“ in das Landessanierungsprogramm mit 600.000 Euro aufgenommen. Inzwischen liegt die Finanzhilfe bei 2,75 Millionen Euro.
Von
knz
Bönnigheim
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Rund 2,7 Millionen Euro kostete die Rathaussanierung, die im Herbst 2023 abgeschlossen wurde. 1,7 Millionen Euro kamen aus dem Landessanierungsprogramm „Ortskern II“.

/Oliver Bürkle

Der Bewilligungszeitraum für die städtebauliche Sanierungsmaßnahme „Ortskern II“ in Freudental wurde seit dem Jahr 2013 bereits zweimal verlängert und endet nun endgültig zum 31. Dezember 2026. Bürgermeister Alexander Fleig erläuterte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass im Jahr 2013 eine Finanzhilfe in Höhe von 600.000 Euro bewilligt worden war, was einem Förderrahmen von einer Million Euro entsprach. „Aufgrund der positiven Entwicklung und der Umsetzung zahlreicher kommunaler und privater Maßnahmen wurde die Finanzhilfe im Laufe der Jahre auf insgesamt 2,75 Millionen Euro erhöht. Dies entspricht einem Förderrahmen von 4,5 Millionen Euro“, sagte Fleig.

Neugestaltung der Ortsmitte wird im Augenblick umgesetzt

Von den zuletzt noch verfügbaren Finanzhilfen in Höhe von rund 350.000 Euro beschloss der Gemeinderat, im Jahr 2026 die Dachsanierung des Gebäudes Gartenstraße 1 umzusetzen. Diese Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen. Auch die derzeit laufenden Projekte zur Neugestaltung der Ortsmitte sowie zur Sanierung des Veranstaltungsraums im Bürgerhaus „Alte Kelter“ können noch über die Sanierungsmaßnahme abgerechnet werden.

Letzter Sachstandsbericht des Bürgermeisters

Da es sich um den letzten Sachstandsbericht handelt, zog der Bürgermeister eine insgesamt sehr positive Bilanz der 13-jährigen Sanierungsmaßnahme. Im privaten Bereich wurden insgesamt 19 Maßnahmen mit Zuschüssen von bis zu 25.000 Euro unterstützt. Bei weiteren fünf privaten Maßnahmen wurden sogenannte Nullsummenvereinbarungen geschlossen, die den Eigentümern die Nutzung steuerlicher Vorteile ermöglichten.

Auch auf kommunaler Seite konnten zahlreiche wichtige Projekte realisiert werden. Dazu zählen die Sanierung des Rathauses und des Bürgerhauses, die Sanierung des Gebäudes Gartenstraße 1 sowie die Sanierung und der Erhalt des Mäuseturms. Ebenso wurde die energetische Sanierung der Kindertageseinrichtung Rosenweg gefördert. Darüber hinaus flossen Fördermittel in die Aufwertung öffentlicher Flächen und der Infrastruktur, darunter die Sanierung der Strombergstraße, die Schaffung von Parkplätzen in der Kirchstraße und die aktuell laufende Neugestaltung der Ortsmitte. Auch der Abbruch der Gebäude Hauptstraße 13 und Strombergstraße 14 konnte bezuschusst werden.

Zum Abschluss betonte Bürgermeister Alexander Fleig, dass die Gemeinde mit der Sanierungsmaßnahme „Ortskern II“ auf eine insgesamt sehr erfolgreiche Entwicklung der Ortsmitte zurückblicken könne. In den vergangenen 13 Jahren sei es gelungen, wichtige kommunale Gebäude zu erhalten, zu modernisieren und zukunftsfähig aufzustellen sowie zahlreiche private Eigentümer bei der Sanierung und dem Erhalt ihrer Gebäude zu unterstützen. Durch die Anschlüsse an das Nahwärmenetz sei zudem ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung geleistet worden.

„Trotz der erheblichen finanziellen Herausforderungen für die Gemeinde haben sich die eingesetzten Fördermittel gelohnt. Die Sanierungsmaßnahme hat das Ortsbild nachhaltig aufgewertet, die Ortsmitte gestärkt und damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Entwicklung Freudentals geleistet“, resümierte Fleig.