Erligheimer Schulgebäude
: Grundschule erhält einen Neubau

Nach dem Beschluss des Schulverbands Erligheim-Hofen wird der 1993 erstellte östliche Anbau abgerissen und dort für rund 3,7 Millionen Euro ein zweistöckiges Gebäude errichtet.
Von
Jürgen Kunz
Bönnigheim
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Die Grundschule Erligheim-Hofen ist zu klein geworden, deshalb wird der östliche Anbau (rechts) abgebrochen und zweigeschossig neu gebaut. Dies wurde in der Sitzung des Schulverbands Erligheim-Bönnigheim entschieden.

/Oliver Bürkle

In der Grundschule Erligheim-Hofen besteht zusätzlicher Platzbedarf. Die Ganztagsbetreuung wird ab dem Schuljahr 2026/2027 zur Pflicht, die Schülerzahlen steigen, sodass eine durchgängige Zweizügigkeit kommen wird, wie Erligheims Bürgermeister und Vorsitzender des gemeinsamen Schulverbands mit Bönnigheim, Rainer Schäuffele, erklärte. Außerdem ist das zweigeschossige Hauptgebäude der Schule aus den 1960er-Jahren nicht barrierefrei, ein Aufzug ist deshalb nötig.

Umfangreiche Voruntersuchung

Sonja Herrmann vom Architekturbüro Herrmann Plus aus Bönnigheim-Hohenstein hat eine umfangreiche Grundlagenermittlung vorgenommen und vier Planungsvarianten erarbeitet, die bereits in den Gemeinderäten in Erligheim und Bönnigheim vorgestellt wurden. Die Entscheidung der beiden Gremien und des Schulverbands – in seiner Sitzung am Mittwochabend – war eindeutig: Um die Grundschule Erligheim-Hofen zukunftssicher aufzustellen, wird der 1993 gebaute eingeschossige Anbau im östlichen Teil abgerissen und durch einen Neubau mit zwei Etagen ersetzt. Die Kostenprognose von Architektin Herrmann liegt bei rund 3,681 Millionen Euro. Der Erligheimer Kämmerer und Rechner des Schulverbands, Markus Klein: „Wir hoffen natürlich auf viel Förderung.“ Es sollen bis 1. Oktober Anträge für das Programm der Schulhaus-Förderung, aber auch aus dem Förderprogramm der Ganztagsbetreuung gestellt werden. Für Letzteres werden allerdings die Förderrichtlinien voraussichtlich erst im Oktober bekannt gegeben. Eines ist Klein allerdings jetzt schon klar, die Förderungen werden wohl nach dem „Windhundprinzip“ vergeben, dass heißt, wer schnell ist, bekommt den Zuschlag.

Raumbedarf wächst

„Ein gewachsenes Schulhaus aus den 1960er-Jahren“ ist für Herrmann die Grundschule Erligheim-Hofen. Nach ihren Untersuchungen „funktionieren die Klassenräume im Bestand“ für eine Zweizügigkeit. Es fehlt allerdings an Platz für eine Ganztagsschule mit Kernzeitbetreuung und es gibt keine Möglichkeit für Küche, Speiseraum und Mensa. Zusätzlich bestehe die Notwendigkeit, zusätzlichen Platz für die Schulleitung und das Kollegium zu schaffen, für das es im Bestand gerade einmal ein Drittel der geforderten Fläche gebe. Auch seien nach der Verwaltungsvorschrift Schulbauförderungen zusätzliche Schülertoiletten nötig und vor allem müsse durch einen Aufzug die Barrierefreiheit umgesetzt werden.

In der nun beschlossenen Variante 4 mit einem Neubau im Ostflügel sollen nun Räume für Mensa und Verwaltung im Erdgeschoss entstehen sowie Klassenräume und Platz für die Ganztags- und Kernzeitbetreuung im Obergeschoss. In diesem Neubau wird auch ein Aufzug gebaut, mit dem die zweite Etage im Neubau wie auch im Bestandsgebäude erreicht werden. Ob der Neubau für Technik- und Lagerräume unterkellert wird, wurde noch nicht untersucht. Allerdings würden solche Räume für die künftige Wärmeversorgung der Schule sicherlich gebraucht.

Nach dem Grundsatzbeschluss des Schulverbands wird das Büro Herrmann Plus die Entwurfs- und Genehmigungsplanung mit Kostenberechnung und Zeitplan ausarbeiten. Außerdem müssen die Fachplaner Vermessung, Statik, Bauphysik, Brandschutz, Heizung, Elektro und Küche beauftragt werden.

Bis 1. Oktober müssen die Förderanträge „Schulbau“ eingereicht werden.