Erligheim -Ghana
: Verein finanziert Bau von drei Schulgebäuden

Der Erligheimer Förderverein finanziert bereits das dritte Schulgebäude in Ghana. Trotz Corona konnten weiter Spenden gesammelt werden, die den Schülern vor Ort zu Gute kommen.
Von
Jürgen Kunz
Ludwigsburg
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Auch 2021 konnte die Schule in Kalabuley in Ghana mit Hilfe des Erligheimer Fördervereins erweitert werden. Inzwischen gibt es dort drei Schulgebäude.&x21e5;

Ramona Stahl

Auch für den 2014 gegründeten Erligheimer Förderverein Kinderhilfe Ghana e.V. war das vergangene Jahr von Corona geprägt und es waren keine Veranstaltungen möglich.

„Jedoch wollen wir das Positive hervorheben. So konnten unser Verein trotz aller Widrigkeiten rund 10 000 Euro durch Mitgliedsbeiträge und Spenden verzeichnen“, sagt Ramona Stahl, die seit Vereinsgründung den Vorsitz innehat. Diese Einnahmen haben es möglich gemacht, nahe der Hauptstadt Accra in dem kleinen Ort Kalabuley, das Schulprojekt fortzuführen und so mehr als 1000 Kindern im Alter zwischen zwei und 19 Jahren langfristig eine Chance auf Bildung geben, so die 33-Jährige, die seit mehr als einem Jahrzehnt die Schule unterstützt.

Auch 2021 gingen die Arbeiten am inzwischen dritten Schulgebäude weiter. „Allerdings macht sich die Materialknappheit auch in Ghana bemerkbar“, erklärt Stahl. Zeitweise sei es unmöglich gewesen Baumaterialien wie Zement und Holz zu kaufen. Trotzdem sei der Dachstuhl für das dritte Gebäude aufgestellt und das Dach fertiggestellt worden. Fenstergitter wurden in allen Fenster montiert und auch Geländer im Treppenaufgang sowie an der Vorderseite des dreistöckigen Gebäudes wurden angebracht. Inzwischen sind auch die Decken und Innenwände verputzt. Stahl: „In diesen Tagen führt der Elektriker seine Arbeiten durch, so dass in Kürze im obersten Stockwerk die vor wenigen Monaten von uns an die Schule verschifften Spendencomputer zum Einsatz kommen können“, freut sich die Erligheimer Vereinsvorsitzende. Diese 16 Computer einschließlich Monitor und Zubehör wurden durch „Engagement Global GmbH“, einer deutschen gemeinnützigen Gesellschaft mit Service für Entwicklungsinitiative mit Sitz in Bonn vollständig übernommen. Das Unternehmen ist im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung tätig.

„Neben den Arbeiten am Schulgebäude hatten wir im vergangenen Jahr wieder unsere Waisenkinder am Projekt mit Schulmaterial aus den Einnahmen der Patenschaft versorgt“, so die 33-Jährige, die sich außerdem darüber freut, dass die Schule in Westafrika uneingeschränkt offen geblieben ist und keine Corona-Fälle von Schülern oder in der Lehrerschaft bekannt sind. Stahl: „Vor Ort werden bei Betreten des Schulgeländes auch weiterhin Fieber gemessen und das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist vorgeschrieben. Dies ist weiterhin die Vorgabe der Regierung in Ghana.“