Eishockey: Schlechteste Defensive der Liga erwartet stärksten Angriff

Fabjon Kuqi (links) zeigte beim Heimspiel-Sieg gegen Kassel im November großes Engagement. Auch diesmal soll es mit einem Sieg gegen den Spitzenreiter der DEL2 klappen.
: Ralf Poller/Avanti ,Die Messe ist, zumindest, was die Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) angeht, für die Bietigheim Steelers gelesen. Seit langem zeichnete sich ab, dass der DEL-Absteiger in den Playdowns um den Klassenerhalt würde kämpfen müssen. Mittlerweile steht auch fest, dass die Bietigheimer die Hauptrunde als Letzter abschließen werden. Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand auf Platz 13 nicht mehr aufholbare 17 Punkte.
An diesem Dienstag (19.30 Uhr) empfangen die Steelers nun Tabellenführer Kassel Huskies in der Ege-Trans-Arena. Mit 93 Punkten hat Kassel fast doppelt so viele Punkte geholt wie die Bietigheimer, für die der Blick nun bereits auf die Vorbereitung für die Abstiegsspiele gerichtet ist. „Kassel hat viel Qualität in seinen Reihen und steht zurecht dort oben“, sagt Steelers-Coach Alexander Dück.
Temporeiches Spiel erwartet
„Wir stellen uns auf ein schnelles Spiel ein. Kassel hat ja mehr als ein starkes Team. Sie sind in der Breite sehr gut aufgestellt. Der Fokus liegt aber auf uns. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal gegen wen. In den Playdowns wissen wir ja auch nicht, wer auf uns zukommt“, betont er.
In den vergangenen Wochen haben die Bietigheimer den einen oder anderen Spieler verpflichtet (die BZ berichtete). Diese Akteure gilt es nun ins Team zu integrieren und gemeinsam mit den bisherigen Spielern eine schlagkräftige Mannschaft aufs Eis zu bringen. „Die Integration der neuen Spieler klappt bisher sehr gut“, berichtet Dück. „Für uns geht es darum, uns von Spiel zu Spiel zu verbessern und zu stabilisieren.“
Schlechteste Defensive der DEL2
Diese Stabilisierung ist besonders in der Defensive vonnöten. Ist das Dück-Team offensiv immer für mehrere Tore gut, so ist die Bietigheimer Defensive die mit Abstand schwächste der DEL2. 185 Mal mussten die Goalies des Schlusslichts in dieser Saison bereits den Puck aus dem Netz fischen.
Die Kassel Huskies stellen dagegen die beste Offensive der Liga. 161 Tore haben sie bereits erzielt. So eindeutig die Lage ob des Blickes auf die Tabelle auch erscheinen mag, so gibt es durchaus einen Grund zur Zuversicht.
Heimsieg Anfang November
Zwar verloren die Steelers beide Auswärtsspiele in Kassel – 3:8 im Oktober und 2:4 im Dezember – doch gewannen sie Anfang November ihr Heimspiel mit 6:3.
Einfach wird die Wiederholung dieses Coups sicher nicht, da Kassel im Kampf um die Hauptrunden-Meisterschaft selbst um jeden Punkt kämpfen wird. Doch gibt das Erfolgserlebnis gegen den Tabellenführer ein wenig Hoffnung auf einen erneuten Erfolg.
Letztes Training entscheidend
Mit welchem Team die Steelers beginnen werden, entscheidet sich kurzfristig nach dem Training am Dienstag. Dann wird sich ein weiteres Mal gezeigt haben, wie weit die Integration der Neuen ins Spielsystem der Bietigheimer bereits vorangeschritten ist. Danach wird sich der SCB-Headcoach richten.