Eishockey
: Eisbären verderben Zerressens Jubiläum

In der Deutschen Eishockey-Liga 2 verlieren die Steelers gegen Regensburg mit 2:4 (1:1, 1:2). Trainer Dean Fedorchuk bemängelt zu viele Fehler
Von
Claus Pfitzer
Bietigheim
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Nach einem guten ersten Drittel machten die Steelers zu viele Fehler, um gegen die Eisbären Regensburg zu bestehen, im Bild rechts: Alex Christian Samusev.

/Ralf Poller/Avanti

Für Steelers-Kapitän Pascal Zerressen war es eine besondere Partie gegen die Eisbären Regensburg, denn der 30-Jährige absolvierte seinen 700. Profi-Einsatz, der mit einer 2:4-Niederlage endete. Damit erlitt die Entwicklung bei den neu formierten Steelers einen herben Rückschlag. Ein starkes erstes Drittel und ansprechende Anfangsminuten im Mitteldrittel waren zu wenig, um die spielerisch starken und offensivfreudigen Gäste aus der Oberpfalz zu schlagen. „Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt, danach aber viele individuelle Fehler gemacht“, fasste Steelers-Trainer Dean Fedorchuk die Partie kurz und treffend zusammen. Sein Regensburger Kollege Max Kaltenhauser meinte: „Anfangs hätte Bietigheim das eine oder andere Tor schießen können. Das haben wir verhindert, damit und mit unserem Tor haben wir Selbstvertrauen bekommen und uns mit er Scheibe was zugetraut. Wir sind eine Mannschaft, die mit der Scheibe spielen will.“

Leon Doubrawa im Tor

Nicht dabei bei den Gastgebern waren die verletzten Angreifer Ryon Moser und Lewis Zerter-Gossage, der allerdings beim Auswärtsspiel am Sonntag (17 Uhr) bei den Kassel Huskies wieder ein Thema für den Kader sein könnte. Im Tor nahm Coach Fedorchuk erneut einen Wechsel vor und setzte auf den jungen Leon Doubrawa, der schon im Heimspiel gegen Bad Nauheim (6:2) eine prima Partie abgeliefert hatte.

Bei den Gästen hütete Thomas McCollum das Gehäuse, der 2022 zu Bietigheimer DEL-Zeiten zehn Spiele für die Steelers absolviert hat. Der 33-jährige US-Amerikaner hatte gegen die angriffslustigen Steelers gut zu tun. Bei denen lief zwar noch nicht alles rund, sie minimierten aber ihre Fehler im Passspiel und agierten in der Defensive aufmerksam. Mit einer Ausnahme in Unterzahl: Nach einem Bully-Gewinn von Abbott Girduckis stand Richard Divis frei vor dem Bietigheimer Tor und brachte Regensburg mit 1:0 in Führung (12.).

Bietigheim hatte bis dahin die besseren Chancen. Die dickste vergab Jack Olin Doremus, der nach einem Solo an Keeper MacCollum scheiterte (10.). Doremus schaffte in Überzahl den verdienten Ausgleich für die Steelers im ersten Drittel aber doch noch (19.). Zwar starteten die Steelers aggressiv und mit viel Schwung ins Mitteldrittel, sie konnten eine Überzahl aber nicht nutzen und fingen sich das 1:2 ein.

Im Nachschuss verwandelt

Gerade als die Strafzeit von Andrew Yogan abgelaufen war, flitzte Girduckis dem Bietigheimer Tor entgegen, scheiterte im ersten Versuch noch an Torwart Doubrawa, verwandelte aber den Nachschuss zum 1:2 (23.). Ryan Gropp glich eine Minute später aus, aber danach lief bei den Gastgebern nicht mehr viel zusammen.

Die Regensburger zeigten ihre Qualitäten im Offensivspiel, sie ließen die Scheibe gut laufen und schafften zum dritten Mal eine Führung. Dabei machten es die Steelers ihnen aber allzu leicht. Girduckis spielte den Puck von der Bande hinter dem Tor auf Andrew Yogan, der aus zentraler Position freie Schussbahn hatte (32.). Die Überlegenheit der Gäste hielt auch im Schlussdrittel an. Von den Steelers kam offensiv nicht mehr viel. Da die Eisbären ihre Chancen nicht in Tore ummünzen konnten, blieb die Partie bis zum Empty-Net-Goal von Corey Trivino vier Sekunden vor Spielende spannend.