Der Arbeitsmarktbericht für Januar
: 800 mehr Arbeitslose als im Dezember

Die Arbeitslosigkeit ist zum Jahreswechel im Kreis Ludwigsburg um sieben Prozent angestiegen. 3658 Arbeitnehmer sind im Januar in Kurzarbeit.
Von
bz
Ludwigsburg
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Der Arbeitsmarktbericht für Januar 2021 aus dem Kreis Ludwigsburg ist da und verzeichnet überdurchschnittlich viele Arbeitslose. ⇥

dpa

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg hat über den Jahreswechsel saisonüblich zugenommen, teilen die Agentur für Arbeit Ludwigsburg und das kommunale Jobcenter Landkreis Ludwigsburg mit. Sie zählten am Statistiktag im Januar insgesamt 11 981 arbeitslose Menschen. Das waren 797 Personen oder 7,1 Prozent mehr als im Vormonat und 2235 Personen oder 22,9 Prozent mehr als im Januar 2020.

Die Arbeitslosenquote stieg von Dezember auf Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent und lag damit um 0,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat (3,1 Prozent).

„Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Ludwigsburg liegen weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres und die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich entsprechend des aktuellen Pandemiegeschehens drastisch verringert. Erfreulich ist, dass die Zunahme der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn geringer ausfiel als in den Vorjahren und die Kurzarbeit nach wie vor den Arbeitsmarkt spürbar stabilisiert“, beschreibt Martin Scheel, Leiter der Ludwigsburger Arbeitsagentur, die aktuelle Lage.

Anstieg der Arbeitslosigkeit

Bei allen Personengruppen war ein Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat festzustellen. Besonders stark bei den Langzeitarbeitslosen (ein Jahr und länger) mit einem Anstieg um 49 Prozent auf 3166. So war im Januar mehr als jede vierte (26,4 Prozent) arbeitslos gemeldete Person davon betroffen. Auch bei den Personengruppen „50 und älter“ mit einem Anstieg um 26,3 Prozent und Frauen mit einem Anstieg um 27,3 Prozent ist die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich angewachsen.

Bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, dem Bereich der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung nach dem dritten Sozialgesetzbuch (SGB III), waren im Januar 7222 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies waren im Vergleich zum Vormonat 656 Personen mehr (plus 10 Prozent) und 1902 Personen (plus 35,8 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Die anteilige Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag die Quote noch bei 1,7 Prozent.

Beim kommunalen Kreis-Jobcenter, Bereich steuerfinanzierte Grundsicherung nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), waren im vergangenen Monat 4759 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, ein Anstieg um 141 Personen (plus 3,1 Prozent) zum Vormonat und 333 Personen (plus 7,5 Prozent) zum Vorjahresmonat. Die anteilige Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 1,5, im Vorjahresmonat bei 1,6 Prozent.

Die Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service der Ludwigsburger Arbeitsagentur im Januar 427 neu zu besetzende Arbeitsstellen. Das waren 253 Stellen (minus 37,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 295 Stellen oder 40,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Weniger Stellen gemeldet

Die gemeldeten Stellen ging im Vergleich zum Vormonat leicht um 123 (minus 4,4 Prozent) auf 2652 zurück. Im Vergleich zum Januar 2020 waren es 537 (minus 16,8 Prozent) weniger Stellen.

Für An- und Ungelernte gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich zu qualifizieren oder einen Abschluss als Fachkraft zu erwerben. Aber auch Personen, deren berufliche Qualifikationen vor dem Hintergrund des technologischen Wandels nicht mehr aktuell sind, können gezielt gefördert werden. Die Kontaktaufnahme zur Arbeitsagentur erfolgt telefonisch unter (0800) 4 55 55 00 (gebührenfrei) oder alternativ unter (07141) 13 79 00. Für Arbeitgeber stehen die persönlich bekannten Ansprechpartner des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Ludwigsburg mit Rat und Tat zur Verfügung unter Telefon (0800) 4 55 55 20.

Im Januar zeigten 388 Unternehmen für 3658 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit gingen von März bis Januar insgesamt 6983 Anzeigen für 103 586 Personen ein.