DEL2
: Schwächstes Auswärtsteam trifft auf Heim-Macht

In der Fremde war für die Bietigheim Steelers noch nichts zu holen. Jetzt muss das Team von Tim Kehler nach Memmingen. 
Von
Niklas Braiger
Bietigheim
Jetzt in der App anhören

Steelers-Goalie Felix Noack (in grün) hat bislang nur eine Fangquote von 89 Prozent.

Baur/Eibner

Nur ein Sieg aus den letzten fünf Partien, ein Top-Scorer mit zehn Punkten, die zwei vergangenen Aufsteiger in die DEL2 und zwei Teams aus Schwaben. Die Bietigheim Steelers und die ECDC Memmingen Indians scheinen auf dem Papier kaum etwas zu trennen, dennoch gehen beide Teams unter unterschiedlichen Voraussetzungen in das Schwaben-Duell an diesem Freitag (20 Uhr).

Keine ideale Goalie-Leistung

Denn die Gäste aus dem Ellental können mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. Aktuell steht der SCB auf Rang elf mit nur neun Punkten nach acht Partien. Im Vergleich zur Vorsaison ist das eine deutliche Verbesserung, als es in dieser Phase nur zwei Zähler zu holen gab. Doch für den Anspruch in dieser Saison ist das zu wenig, insbesondere, wenn man auf die Leistung schaut. Gegen die Eispiraten Crimmitschau gab es zuletzt ein 2:5, allen voran die Defensive ist mit 27 Gegentoren zu wacklig. Felix Noack weißt nur eine 89-prozentige Fangquote auf, Keanu Salmik der am Sonntag im Kasten stand, nur knapp über 84 Prozent.

Auch durch diese Niederlage ist Bietigheim aktuell das schwächste Auswärtsteam der Liga. In der Ferne gab es bislang in vier Spielen vier Niederlagen und null Punkte. Einzig Schlusslicht Bad Nauheim konnte bei Gastspielen noch nichts Zählbares holen. Memmingen auf der anderen Seite ist aktuell die beste Heimmannschaft, zumindest, wenn es nach Gesamtpunkten geht. Denn in fünf Heimspielen holten die Indians zehn Zähler, gewannen drei Mal, verloren aber zuletzt auch zwei Spiele im Stadion am Hühnerberg.

Ein alter Bekannter im Kasten

Durch diesen starken Beginn in die Runde steht der Aufsteiger aktuell als Fünfter da. Die ersten drei Spiele gewannen die Indians, seit dem sechsten Spieltag warten die bayrischen Schwaben auf einen Dreier.

Der ECDC wird vor allen Dingen von Michael Bitzer im Tor angeführt, der auch 2021/22 einen Vertrag im Ellental hatte. Der Goalie sammelte bereits zwei Shut-Outs. Er soll helfen, die Bietigheimer Kontingentstürmer zu stoppen. Cole Fonstad traf bereits fünf Mal und legte fünf weitere Tore auf. Auch in Memmingen ist jedoch ein Kanadier überragend in die Saison gestartet. Matteo Gennaro sammelte in seinem ersten Jahr in Deutschland bisher ebenfalls zehn Scorerpunkte.

Auf den Italo-Kanadier müssen die Steelers vor allen Dingen früh aufpassen. Immer wieder musste der SCB früh in den Spielen Gegentore schlucken, auch gegen die Eispiraten gab es im Auftaktdrittel zwei Gegentore. „Wir hatten einen guten Start und es war enttäuschend nach dem ersten Drittel hinten zu liegen“, resümierte Bietigheims Trainer Tim Kehler nach dem Auswärtsspiel in Crimmitschau.