Darts-Vereine Sachsenheim: Gabriel Clemens begeistert Hobby-Spieler im Kreis

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Südwest Presse„Niemand konnte wirklich glauben, was er da sieht“, sagt Michael Majer, Teamkapitän des Darts-Vereins „Sexy Bears“ aus Sachsenheim. Die Rede ist vom Sensationssieg von Gabriel Clemens bei der Darts-WM in London. Dieser konnte sich im Viertelfinale überraschend gegen den Waliser Gerwin Price – die Nummer Eins der Weltrangliste – durchsetzen. Damit habe auch Majer nicht gerechnet, der das Spiel am Sonntag in der Hotel-Lobby aus Bremerhaven verfolgt hat. Im Gespräch mit der BZ am Montagmittag schätzt er Clemens Chancen auf den Sieg gut ein.
Price sei nicht irgendwer und mit Zufall habe der überraschende Sieg sicher nichts tun, so der begeisterte Teamkapitän. „Da ich selbst spiele, weiß ich, dass man starke Nerven braucht und das muss man trainieren“, meint er. Bereits seit 2010 spielt er bei den Sachsenheimer „Sexy Bears“ im Eisbär. Das Team selbst gibt es seit 2006. „Aber viele haben die Mannschaft schon verlassen, also bin ich der dienstälteste Spieler“, erzählt Majer. Derzeit bestehen die „Sexy Bears“ aus acht Spielern, die im Mittleren Neckarraum in der A-Liga aktiv sind. Im Gegensatz zur WM werfen die Hobby-Darter nicht mit Stahldarts auf eine Korkscheibe, sondern auf die bekannten Automaten, sogenanntes E-Dart. An Mittwochabenden finden im Eisbär die Mannschaftsspiele statt. „Bei uns geht es um die Liebe zum Darts, um Freundschaften und um Spaß.“ Pokalspiele seien daher umso spaßiger, wie etwa am 25. Dezember letzten Jahres, als sie gegen die „Eisbären“ Sachsenheim in einem Pokalspiel gewonnen haben.
Dieser Ansicht ist auch Jessika Chatal, Teamkapitänin der „Eisbären“. Chatal selbst spielt schon seit ihrem 15. Lebensjahr Darts. „Ein Hobby, das mich den Stress vergessen lässt“, sagt sie. Den Verein selbst, der ebenfalls in der A-Liga im Mittleren Neckarraum spielt, gibt es seit 1997. Chatal wurde vergangenes Jahr zur Kapitänin gekürt. „Es wurde mir sozusagen an den Kopf geknallt, aber ich mache es sehr gerne“, so Chatal. Jeden Freitag treffen sich die „Eisbären“ zum Spielen. Zudem spielt Chatal neben den „Eisbären“ auch noch für die „Wilden Eisbären“ und die „Eisbärchen“ – ebenfalls im Eisbär, der auch eine eigene Liga hat: die Eisbär-Liga.
Der Erfolg Clemens, spiegele die Haltung Chatals wieder: „Ich sage zu meinem Team immer, dass man den Gegner nicht unterschätzen darf – Price hat Clemens unterschätzt“. Die WM verfolgt sie privat. Auch Michael Majer ist guter Dinge: Wenn Clemens weiterhin locker in die Spiele geht, sieht er die Chance auf den WM-Titel: „Alles ist möglich.“ Er verfolgt die WM derzeit aus Bremerhaven, wo er am Montag doppelt Daumen drückt: Der eine Daumen für die „Steelers“, die gegen die „Pinguins Bremerhaven“ spielen, der andere Daumen für Gabriel Clemens. Helena Hadzic