Bundesliga-Frauen schlagen Mainz 05 deutlich
: SG BBM Bietigheim löst Pflichtaufgabe

Die Bundesliga-Frauen der SG BBM Bietigheim haben am Mittwochabend mit dem 37:21-Heimsieg gegen den Vorletzten 1. FSV Mainz 05 ihre Pflichtaufgabe nach einigen Anlaufschwierigkeiten am Ende noch souverän gelöst.
Von
Sebastian Klaus
Bietigheim
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Vor allem in der ersten Halbzeit machte SG-Rechtsaußen Amelie Berger gegen Mainz 05 ein starkes Spiel.  ⇥

Marco Wolf

Die Bundesliga-Frauen der SG BBM Bietigheim haben am Mittwochabend mit dem 37:21-Heimsieg gegen den Vorletzten 1. FSV Mainz 05 ihre Pflichtaufgabe nach einigen Anlaufschwierigkeiten am Ende noch souverän gelöst.

„Ein unangenehmes Spiel“, hatte die mit einer Fußverletzung ausfallende Kreisläuferin Danick Snelder vor der Partie noch im Interview mit Sportdeutschland.TV prognostiziert. Und die Weltmeisterin sollte zunächst Recht behalten, denn die noch punktlosen Gäste aus Mainz begannen frech, unbekümmert und mit der siebten Feldspielerin.  SG-Trainer Markus Gaugisch gönnte der frischgebackenen Europameisterin Emily Sando nach der anstrengenden EM eine wichtige Pause und gab der in dieser Saison erst selten zum Zug gekommenen Valentyna Salamakha im Tor den Vorzug. Ansonsten schickte Gaugisch seine Truppe in Bestbesetzung auf die Platte.

Berger und Braun glänzen

Und dennoch tat sich der haushohe Favorit lange richtig schwer gegen die Gäste, die die Partie bis zum 5:5 nach fünf Minuten komplett ausgeglichen gestalten konnten. Vor allem die beim lockeren Pokalsieg der Bietigheimerinnen im Achtelfinale gegen Mainz vor wenigen Wochen mit 15 Treffern überragende Elisa Burkholder machte den Gastgeberinnen erneut das Leben schwer. Zwei der ersten fünf Treffer gingen auf das Konto der Rückraum-Shooterin, die zudem viel Druck auf die SG-Abwehr ausübte. Die auffälligste Akteurin auf dem Parkett war in der Anfangsphase allerdings Amelie Berger, die sich nach einer eher dürftigen EM-Leistung mit einer abgezockten Vorstellung zurückmeldete. Fünf der ersten zehn SG-Treffer gingen auf das Konto der quirligen Rechtssaußen.

Doch trotz Bergers Sahnetag ließen sich die Gäste nicht abschütteln, auch weil der SG-Rückraum und Antje Lauenroth auf Linksaußen mit zwei Fahrkarten überhaupt nicht ins Spiel fanden. Beim Stand von 11:10 nach 19 Minuten sah sich Gaugisch gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Mit der Hereinnahme von Kim Braun für Lauenroth und deutlich mehr Bewegung in Angriff und Abwehr wurde es in der Folge besser. Mit sechs Toren in Serie, darunter drei von Braun, setzte sich die SG schnell auf 17:10 ab. Mit 19:12 ging es kurz danach in die Pause.

Probst erzielt erste Erstliga-Tore

Die zweite Hälfte ging genauso weiter, wie die erste geendet hatte: mit einem 5:0-Lauf der Spielgemeinschaft. Erst nach fünf Minuten gelang den Nullfünferinnen der erste Treffer im zweiten Durchgang. In den Folgeminuten schraubte der Spitzenreiter das Ergebnis auf 30:16 weiter nach oben, sodass Markus Gaugisch nach 42 Minuten der 16-jährigen Magdalena Probst auf Linksaußen Einsatzzeiten geben konnte. Keine zwei Minuten nach ihrer Einwechslung erzielte das Talent bei einem Konter ihr erstes Bundesligator ins leere Gästegehäuse. Und nur sieben Minuten darauf war Probst erneut nach einem Tempogegenstoß zum 34:18 erfolgreich. Drei Tore sollten es in nur 18 Minuten werden.

Die Schlussminuten waren geprägt von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Am Ende stand dennoch ein letztlich souveräner 37:21-Erfolg für den Tabellenführer.