Bönnigheimer Gemeinderat: „Kelter steht 2023 auf der Agenda“

Der Burgplatz gehört zum städtischen Sanierungsgebiet. Im kommenden Jahr wird der Gemeinderat darüber beraten.⇥
Martin KalbDer Burgplatz mit der ehemaligen Genossenschaftskelter befindet sich bekanntlich im Sanierungsprogramm der historischen Innenstadt. „Der Gemeinderat hat es so eingetaktet, dass die Kelter für 2023 auf die Agenda genommen wird“, sagt Bürgermeister Albrecht Dautel im Gespräch mit der BZ.
Wie Dautel die Ausgangslage erläutert, war bis 2017 das Gebäude und der Parkplatz unterhalb der Kelter noch nie ein städtisches Gebäude. Nach der Kaufentscheidung durch den Gemeinderat sei es nun eine städtische Angelegenheit und der Bürgermeister merkt an: „Die Konstellation dort ist schon eine Besondere.“ Vor dem Bau der Genossenschaftskelter in der Nachkriegszeit gab es an diesem Standort zwei historische Keltern. Die Kelter wurde von der Weingärtnergenossenschaft nicht einmal 20 Jahre betrieben, erklärt Dautel.
Es handele sich um kein historisches Gebäude, es stehe nicht unter Denkmalschutz und es sei von der Substanz her stark sanierungsbedürftig, ergänzt der Rathauschef: „Wir müssen städtebaulich abwägen: Ist die Kelter erhaltenswert oder wollen wir den Burgplatz so gestalten, wie er ursprünglich war?“ Dazu sei ein städtebaulicher Wettbewerb nötig, und es sei auch eine Frage der notwendigen Finanzen.
Wenn der Gemeinderat 2023 öffentlich über den Burgplatz und damit auch über die Kelter berät, sieht Dautel „eine super Chance für die Stadt sich dort städtebaulich zu entwickeln: „Es gibt kein richtig oder falsch, sondern die Chance gemeinsam etwas zu entwickeln.“