Bönnigheim
: Historische Ansichten begleiten durch das Jahr 2027

Die Historische Gesellschaft Bönnigheim mit ihrem Vorsitzenden Kurt Sartorius hat den inzwischen siebten Jahreskalender herausgegeben. 
Von
Jürgen Kunz
Bönnigheim
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Bürgermeister Albrecht Dautel (rechts) freut sich über den neuen Bönnigheim-Kalender, der ihm von Kurt Sartorius, Vorsitzender der Historischen Gesellschaft, überreicht wurde.

/Daniel Seybold

Ansichten von Bönnigheim und seinen Teilorten Hohenstein und Hofen hat Kurt Sartorius auch für das kommende Jahr als Vorsitzender der Historischen Gesellschaft ausgewählt. So erscheint nun der siebte Bildkalender für Bönnigheim mit historischen Motiven.

Das Titelbild zeigt eine Postkarte aus den 1960er-Jahren mit wesentlichen Gebäuden der Stadt. Dabei wird auf die Weinbautradition Bönnigheims abgehoben, welche heute leider Probleme hat. Die Ganerbenburg, der Köllesturm und der Georgsbrunnen prägen bis heute das Stadtbild. Das 1962 eröffnete Freibad und die nach dem Krieg errichteten Gebäude am Marktplatz symbolisieren die moderne Zeit.

Evangelisches Gemeindehaus dokumentiert

Das evangelische Gemeindehaus, das 1953 unter großen Opfern gebaut wurde, wie Sartorius erklärt, war nicht nur das Zentrum der evangelischen Gemeindearbeit, sondern auch der Stolz von Pfarrer Hönsch. Jetzt ist die Zukunft des Gebäudes ungewiss, sicherlich auch ein Grund für die Historische Gesellschaft es auf dem Januarblatt zu zeigen.

Eine Postkarte um 1950 zeigt im Februar eine Ansicht von Bönnigheim. Markant ist der Kamin der Nähseidenfabrik Amann, davor sind die Amannschule, der Sportplatz und links die Turn- und Festhalle von 1933 zu sehen. Auch das Novemberblatt zeigt eine längst vergangene Ansicht der Stadt. Es ist das inzwischen stillgelegte Ziegelwerk Schmid auf einem Foto um 1960 zu sehen. Die Ziegelei mit seiner Lehmgrube liegt seit 1908 an der Erligheimer Straße. Im Hintergrund ist das völlig frei stehende Försterhaus Kruttschnitt an der Freudentaler Straße zu sehen. Heute erstreckt sich an der Freudentaler Straße (Landesstraße L 1106) am südlichen Ortsausgang in Richtung der Nachbargemeinde Freudental ein ruhiges, etabliertes Wohngebiet, das vor allem durch Ein- und Mehrfamilienhäuser mit Gärten geprägt ist.

Tanzfreudige Bönnigheimer aus dem Jahr 1936

Weitere Kalenderblätter zeigen Postkartenmotive von Bönnigheim, Hofen und Hohenstein. Ein besonders Schmankerl ist im August zu sehen: Ein Gruppenbild der Tanzstunde „Walzertraum 1936“ im Brauereisaal, wo Tanzlehrer Bopp noch lange nach dem Krieg die tanzfreudigen Bönnigheimer unterrichtete.

„Der Kalender ist ein ideales Geschenk für alle, die mit Bönnigheim verbunden sind“, sagt Kurt Sartorius. Der Kalender ist für 23 Euro bei der Bäckerei Tabler, im Schwäbischen Schnapsmuseum und bei Kurt Sartorius zu bekommen.