Blühendes Barock Ludwigsburg: Die Ausstellung folgt der Natur

Das Dornröschen
Oliver BürkleWir sind Natur“, sagte die Direktorin des Blühenden Barocks, Petra Herrling, zur Saisoneröffnung am Freitag. Thematisch passt die Ausstellung „Märchenhafter Blütenzauber“ dazu gut – sie startete ebenfalls am Freitag und geht ununterbrochen bis in den Sommer hinein, genauer bis zum 14. Juni.
Die Ausstellungen zum Frühlingserwachen und zur Sandkunst wurden bisher getrennt organisiert, was auch zwei Mal Auf- und Abbau bedeutete. Deshalb habe man sich nun, so die Direktorin, für eine gemeinsame Ausstellung entschieden: Skulpturen sowie Sandkunstwerke zum Thema Blüten sind mit Blüten geschmückt. Auch zum Dauerthema des Blübas, Märchen, würden Blüten gut passen, sagte Herrling, denn sie kämen in vielen Märchen vor – am prominentesten wahrscheinlich bei Dornröschen, wo die Rosen sowohl Schutz als auch Widerstand symbolisieren würden. Man habe ein „tolles und stimmiges Gesamtbild“ erreicht, schloss Ausstellungsorganisatorin Alisa Käfer. Die Ausstellung sei deutlich interaktiver gestaltet worden. Gleich nach dem Betreten des Blübas beginnt sie mit einem Bilderrahmen, in den man sich stellen und Fotos vor der Schlosskulisse machen kann.
Aktivitäten für Kinder
Mehrere Schilder erklären jeweils die Bezüge zu Blüten. Und vor allem für Kinder wird einiges geboten: So gibt es, damit der Ausflug nicht langweilig wird, eine „Kidsralley“, bei der auf dem Rundweg Lotusblüten, Marienkäfer, Feen und Sandmurmeln gesucht und gezählt werden müssen, um sich dann eine Belohnung abholen zu können.
Auch eine Murmelbahn wird es geben: Sie wird am kommenden Wochenende eröffnet, bis dahin kann man noch beim Aufbau zuschauen. Auch die Sandskulpturen, die wieder von der Jucker Farm hergestellt werden, würden nicht mehr nur in ihrer Grundfarbe zu betrachten sein, sondern werden mit verschiedenen Farben gestaltet.
An diesem Sonntag, 22. März, können Besucher ihre Kreativität beweisen, indem sie mit einem blumigen Hut kommen. Das bringt nicht nur einen Gratis-Eintritt, sondern auch die Chance, von der Jury für den größten, schwersten oder farbenfrohesten Hut gekürt zu werden. Im Laufe der Ausstellung wird es außerdem eine Floristikchallenge geben, Kinder werden die Murmelbahn selbst erweitern dürfen und Sandskulpturen dürfen mit Farbe besprüht werden.
In der Verpflegung findet sich das Blütenthema in Holunderblütensaft und Lavendelcupcakes wider. Die Blüten, die wachsen, aufgehen und dann verwelken, seien auch ein Symbol für das Wandlungshafte der Ausstellung: „Das Gesicht der Ausstellung wird sich immer wieder verändern“, kündigte Herrling an, es würden während der Laufzeit immer wieder Dinge dazu- und wegkommen und somit auch immer wieder neue Ausstellungsstücke entstehen. Die Ausstellung folge also der Natur.
Blumiger Circus Roncalli
Neben 25 Jahren Parkcafé und Dampflok gibt es noch ein drittes Jubiläum: Zum fünften Mal kommt der Circus Roncalli ins Blüba. Vom 12. August bis zum 6. September können die Aufführungen besucht werden, und auch hier wird das Blütenthema aufgegriffen. „Das Programm wird sehr, sehr blumig“, sagte Roncalli-Geschäftsführer Patrick Philadelphia. Die Tochter des Gründers, Vivian Paul-Roncalli, fügte hinzu, es werde sowohl bei den Kostümen als auch in der Optik nicht an Blumen fehlen.
