Bietigheim verliert gegen Krefeld Pinguine mit 1:4
: Steelers kassieren unnötige Pleite

Der DEL-Aufsteiger aus Bietigheim lässt im Kellerduell gegen Krefeld zu viele Chancen liegen und verliert nach einem Einbruch im Schlussdrittel am Ende deutlich mit 1:4.
Von
Sebastian Klaus
Bietigheim-Bissingen
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Bietigheims Alexander Preibisch hatte nach vier Minuten die dicke Möglichkeit zur Führung, doch Krefeld-Goalie Oleg Shilin stand wie so oft an diesem Abend im Weg.⇥

Ralf Poller/Avanti

Nach der 0:4-Niederlage der Schwenninger Wild Wings gegen Berlin hatten die Bietigheims Steelers am Sonntagabend die große Chance, endlich nach Punkten wieder mit dem wohl ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib gleichzuziehen. Und ein Heimsieg gegen die ebenfalls noch im Abstiegskampf steckenden Krefeld Pinguine war durchaus im Bereich des Möglichen. Die Steelers  waren in einer Partie mit wenigen Höhepunkten das bessere Team, doch in der Schlussphase zeigten sich die Gäste aus Nordrhein-Westfalen abgebrühter und siegten etwas glücklich mit 4:1.

Allerdings hatten die Hausherren in der EgeTrans-Arena auch auf die Unterstützung des Publikums verzichten müsssen. Zwar hatte die Politik erst kurzfristig den Einlass von lediglich 750 Zuschauern erlaubt, doch die Verantwortlichen der Bietigheimer entschieden sich für eine leere Halle. Der Aufwand für die Organsiation und Abwicklung wäre in der Kürze der Zeit zu groß gewesen. Auch ohne Publikum entwickelte sich in der leeren Arena ein Spiel mit leichten Vorteilen für die Steelers, in dem Alexander Preibisch (4.), Constantin Braun (6.), Guillaume Naud (10.) und Riley Sheen (3. und 12.) die Möglichkeit zur Führung hatten. Doch diese ließ bis 70 Sekunden vor dem Drittelende auf sich warten. Nach überragender Vorarbeit von C.J. Stretch stand Sheen völlig blank und versenkte die Scheibe mit Wucht im Netz.

Rächen sollte sich, dass Evan Jasper zu Beginn des zweiten Drittels eine Großchance nicht nutzen konnte, denn fast aus dem Nichts hämmerte der Däne Jesper Jensen Aabo den Puck mit Wucht zum Ausgleich in den Winkel (25.). Im Anschluss wurde die Partie ausgeglichener. Während McKnight zwei Minuten vor der letzten Pause an Krefelds Matchwinner Oleg Shilin im Tor scheiterte, fand auch Pinguin Laurin Braun in Sami Aittokallio seinen Meister (39.).

Nur eine Minute nach McKnights Schuss an den Pfosten jubelten die Steelers. Doch das Phantomtor fand nach Zurateziehens des Videobeweises zu Recht keine Anerkennung. Regulär war dagegen der Treffer der Gäste: Niclas Lucenius fälschte einen Distanzknaller von Jeremy Bracco ins Tor ab (49.). Trotz einer Torschussbilanz von 27:21 für die Steelers stand es plötzlich 2:1 für die Pinguine.

Doch damit nicht genug. Fünf Minuten vor dem Ende bediente Thomas Olsen seinen Mitspieler Anton Berlev am langen Pfosten, der nur noch zum 1:3 einschieben musste. Die Steelers hatten durch Brendan Ranford noch einmal die ganz dicke Gelegenheit, den Anschluss herzustellen, doch der Kanadier verzog haarscharf (57.). Daraufhin nahm Steelers-Coach Daniel Naud seinen Goalie vom Eis, um ein Tor zu erzwingen, doch statt den Bietigheimern trafen die Gäste zum 1:4-Endstand. „Wir haben nach dem 1:0 aufgehört, unser Spiel zu machen. Wir wurden zu langsam und zu passiv“, ärgerte sich Steelers-Verteidiger Tim Schüle im Interview mit Magenta Sport über die vermeidbare Niederlage.