Bietigheim Steelers
: „Wir verteilen zu viele Geschenke“

Die Bietigheim Steelers verliert auch das zweite Spiel von Neu-Trainer Pekka Kangasalusta. Das DEL-Schlusslicht unterliegt bei der Düsseldorfer EG mit 1:4.
Von
Michael Nachreiner
Bietigheim
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Düsseldorfs Nicolas Geitner (von rechts) schiebt Bietigheims Joshua Atkinson in die Bande.

Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler

Auch im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Pekka Kangasalusta hat es keine Punkte für die Bietigheim Steelers gegeben. Das Team aus dem Ellental verlor am Mittwochabend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei der Düsseldorfer EG mit 1:4. „Ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben. Aber qualitativ war es ein schlechtes Spiel“, berichtet DEG-Trainer Roger Hansson. Und Bietigheims Verteidiger Maximilian Renner ergänzt: „Uns hat wieder der Zug zum Tor gefehlt.“

Die Fans der Steelers und der DEG mussten sich aber gedulden, bis die Partie zwischen dem Tabellenzehnten und dem Schlusslicht angepfiffen wurde. Wegen des Verkehrschaos durch den Wintereinbruch auf den Straßen, kamen die Bietigheimer erst rund eine Dreiviertelstunde vor dem angesetzten Spielbeginn in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt an, weshalb der um eine Stunde auf 20.30 Uhr nach hinten verschoben wurde. „Wir sind nach dem Morning-Skate direkt losgefahren. Aber statt 15 Minuten haben wir rund 90 gebraucht, um überhaupt auf die Autobahn zu kommen. Und irgendwo bei Frankfurt sind wir eine Dreiviertelstunde komplett gestanden“, erzählt Renner.

Die Aufregung, die immer mit so einer Verspätung verbunden ist, war den Steelers zu Beginn aber nicht anzumerken. Sie kamen besser als die Gastgeber in die Partie. Auch die Handschrift von Trainer Kangasalusta ist immer besser zu sehen. „Wir sind zwar auf dem richtigen Weg. Aber noch kommt nichts Zählbares raus“, erklärt Renner.

Dennoch hatte die DEG die besseren Möglichkeiten – und ging in der 14. Minute auch in Führung. Alexander Blank brachte den Puck scharf vor den Kasten von Goalie Sami Aittokallio. Und am langen Pfosten drückte ihn Josef Eham über die Linie. „Die ersten zehn Minuten sind wir schwer in die Partie gekommen. Doch nach dem Führungstreffer haben wir Aufwind bekommen“, berichtet Torschütze Eham am Mikrofon von Magenta Sport.

In der Folge brachten die Düsseldorfer die Steelers ein ums andere Mal in Bedrängnis. Und auch ihr Forechecking zeigte Wirkung. Nachdem die Bietigheimer weit in der eigenen Zone die Scheibe verloren hatten, legte Philip Gogulla zurück auf Daniel Fischbuch, der Aittokallio genau zwei Minuten vor der Drittelpause keine Chance ließ. „Wir haben uns wieder zwei dumme Fehler geleistet, die eiskalt bestraft wurden. Außerdem haben wir zu viele dumme Strafen genommen“, ärgert sich Bietigheims Alexander Preibisch. „Wir verteilen einfach zu viele Geschenke.“

In der nun teilweise hitzigen und nickeligen Partie erhöhte Victor Svensson im zweiten Drittel auf 3:0 (24.). Ein öffnender Pass aus der eigenen Zone reichte, damit der Düsseldorfer frei vor Aittokallio auftauchte. Rund viereinhalb Minuten nach Beginn des Schlussabschnitts verkürzte zwar C.J. Stretch auf 1:3. Doch wirklich in Bedrängnis brachten die Steelers die Düsseldorfer nicht mehr. Und 16 Sekunden, nachdem Bietigheims Trainer Kangasalusta seinen Goalie Aittokallio für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte, machte Alec McCrea mit einem Empty-Net-Tor aus der eigenen Zone alles klar (59.).  Michael Nachreiner