Bietigheim Steelers: Schoch: „Am Ende werden wir bestimmt alle froh sein“

Benjamin Zientek steht vor einem Comeback bei den Bietigheim Steelers. Der Stürmer hat schon wieder mit der Mannschaft trainiert.
Avanti/Ralf PollerDie verspätete Ankunft in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zum Spiel bei der Düsseldorfer EG hat keine Auswirkungen für die Bietigheim Steelers – da ist sich Volker Schoch sicher. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen und haben getan, was getan werden musste. Wir sind sogar etwas früher losgefahren, als notwendig war“, berichtet der Geschäftsführer der Steelers. „Wenn das Wetter halt so ist wie am Mittwoch und Lkws querstehen, ist man machtlos.“
Bisher kam von der Leitung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auch noch keine Nachricht, dass gegen das Tabellenschlusslicht ermittelt wird. „Und ich gehe davon aus, dass wir auch nichts mehr hören werden“, erklärt Schoch. „Sobald wir wussten, dass wir zu spät ankommen würden, haben wir die Verantwortlichen der DEG, der Liga und vom Medienpartner der DEL, Magenta Sport, informiert. Für keinen hat sich die Routine verändert – das hat auch Josef Eham beim Interview in der Halle gesagt.“
Zwei Übernachtungen im Hotel
Dass die Bietigheimer auch zum Auswärtsspiel beim Tabellenelften Iserlohn Roosters an diesem Freitag (19.30 Uhr) verspätet anreisen, ist fast auszuschließen. Die Mannschaft von Neu-Trainer Pekka Kangasalusta hat nach dem Düsseldorf-Spiel zwei Nächte in Nordrhein-Westfalen verbracht. „Am gestrigen Donnerstag hatten wir ein Training in Krefeld, das Anschwitzen heute findet bereits in Iserlohn statt“, berichtet Schoch.
Eine Eiszeit zu finden war einfach. „Wir haben geschaut, was liegt auf der Strecke zwischen Düsseldorf sowie Iserlohn und haben in Krefeld beim Betreiber der Halle angefragt“, erzählt der Steelers-Geschäftsführer. Und dort rannte man offene Türen ein. „Wir Eishockey-Standorte arbeiten nicht gegeneinander – höchsten die 60 Minuten auf dem Eis. Eishockey ist eine große Familie. Da hilft man sich gegenseitig“, berichtet Schoch.
Ohne den Reisestress hofft der Bietigheimer Eishockey-Chef auch, dass die Steelers endlich mal wieder Punkte einfahren. „Die Leute müssen geduldig sein, wir benötigen Zeit“, appelliert Schoch auch an die Fans. „Denn wer gedacht hat, Pekka wirft über Nacht den Bock um, der lebt in einer anderen Welt. Doch am Ende werden wir bestimmt alle froh sein.“
Einfache Spielweise gefordert
Denn die Mannschaft trainiere couragiert und spiele auch couragiert, aber glücklos. „Wir müssen das Spiel einfach halten. Das können wir. Wenn wir meinen, wir müssten zaubern, werden wir gnadenlos bestraft“, erklärt Schoch und fordert von den Kufencracks: „Jetzt gilt es, die letzten Prozentpunkte rauszukitzeln.“
Den Steelers steht voraussichtlich wieder Benjamin Zientek zur Verfügung. „Er hat am Mittwoch beim Morning-Skate schon mittrainiert und wird auch bei der Einheit in Krefeld auf dem Eis stehen. Wenn die medizinische Abteilung grünes Licht gibt, ist er für das Spiel bei den Roosters eine Option“, berichtet Schoch. Er könnte der Spielertyp sein, der den Bietigheimern aktuell gerade etwas fehlt. „Er gibt uns viel Energie und setzt sich für das Team ein“, erklärt der Steelers-Eishockey-Chef. „Und er baut Druck auf. Wenn sich kein Spieler verletzt, muss einer auf die Tribüne.“