Bietigheim Steelers: Fedorchuk: „Wir dürfen nichts umsonst herschenken“

Bei den Lausitzer Füchsen haben Alexander Preibisch (vorne) und die Bietigheim Steelers den Puck zu oft zu leichtfertig verloren. Das gilt es, abzustellen.
Avanti/Ralf PollerDean Fedorchuk war nach der Niederlage bei den Lausitzer Füchsen ziemlich konsterniert. Zu viele Fehler hätten sich die Bietigheim Steelers geleistet, so das Urteil des Trainers. Vor allem individuelle Unzulänglichkeiten führten zu der Niederlage. „Viele der Fehler hatten die Ursache nicht in unserem Spielsystem“, erklärt der Steelers-Coach. Besonders bitter: Fast jeder Fehler wurde eiskalt ausgenutzt.
Sorgen bereiteten ihm die aktuellen individuellen Mängel allerdings noch nicht. „Natürlich machen wir uns Gedanken. Aber es ist noch kein Grund, in Panik zu verfallen. Wir haben viel darüber gesprochen und auch Video geschaut. Außerdem sind wir auf dem Eis manche Sachen noch mal durchgegangen“, berichtet Fedorchuk und fordert: „Wir dürfen nichts umsonst herschenken.“
Zwar verweist der Trainer des DEL2-Klubs aus dem Ellental fast im gleichen Atemzug auch darauf, dass sein Team Zeit braucht, um sich zu finden. „Von den sieben Verteidigern hat keiner in der letzten Saison für die Steelers gespielt, und von den 14 Stürmern waren es nur drei“, sagt Fedorchuk. Doch ohne Punkte gegen die Eisbären Regensburg an diesem Freitag (19.30 Uhr) in der Ege-Trans-Arena und bei den Kassel Huskies am Sonntag (17 Uhr) könnten die Bietigheimer vielleicht die rote Laterne übernehmen. „Die Tabelle sagt noch nichts aus. Jedes Team hat erst vier Spiele absolviert. Jeder versucht noch, in die Saison zu finden“, erklärt Fedorchuk. Aber Punkte würden seinem Team nicht schlecht zu Gesicht stehen.
Dass die Steelers in der Vorbereitung schon mal gegen die Eisbären Regensburg gespielt haben (3:4 nach Verlängerung), hat für den Coach der Bietigheimer keine Bedeutung. „Aus der Vorbereitung kann man keine Schlüsse auf das Duell jetzt ziehen“, sagt Fedorchuk. „In der Vorbereitung gibt jeder Trainer auch den Spielern Eiszeit, die sonst nicht so viel spielen, damit sie zeigen können, was sie drauf haben.“ Außerdem wisse man nie, in welcher Verfassung eine Mannschaft gerade gewesen sei. Dennoch warnt er vor Regensburg, auch wenn die Eisbären aktuell das Tabellenende der DEL2 zieren: „Sie sind ein gefährliches Team.“
Zwei Tage darauf, am Sonntag, geht es für die Steelers dann zum Überteam der vergangenen Saison, den Kassel Huskies. Die Nordhessen holten im Vorjahr aus 52 Hauptrundenspielen 131 Punkte – und hatten damit am Ende 38 Zähler Vorsprung auf den Zweiten, die Ravensburg Towerstars. „Wir haben uns bisher noch nicht mit Kassel beschäftigt. Denn erst einmal gilt es, die drei Punkte am Freitag gegen Regensburg einzufahren“, erklärt Fedorchuk. „Aber es ist ein explosives Team.“
Verzichten muss der Steelers-Coach auf jeden Fall auf Ryon Moser und Lewis Zerter-Gossage.