Bietigheim Steelers
: Fedorchuk-Team behält die rote Laterne

Bei den Starbulls Rosenheim verloren die Steelers mit 1:4. Es ist die sechste Niederlage im siebten Saisonspiel.
Von
Michael Nachreiner
Bietigheim
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Bietigheims Goalie Leon Doubrawa war bei allen Gegentoren in Rosenheim machtlos.

Archiv/Imago/Mario Jahn

Die Bietigheim Steelers tragen auch nach dem Gastspiel in Rosenheim die rote Laterne in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2), die sie nach der Niederlage am Freitag gegen Regensburg übernommen hatten. Bei den Starbulls verlor die Mannschaft von Trainer Dean Fedorchuk mit 4:1. Bis zum Beginn des dritten Drittels war es aber ein ausgeglichenes Spiel. „Wir waren nur mit einem Tor hinten mit nur noch zehn Minuten zu spielen. Das wollen wir – dass wir eine Chance haben, mindestens einen Punkt zu holen“, berichtet Fedorchuk. Und sein Gegenüber Jari Pasanen ergänzt: „Die Bietigheimer haben alles gegeben. Nach dem Ausgleich haben sie wieder Lunte gerochen und waren vor allem in Überzahl brandgefährlich. Sie haben die Scheibe gut bewegt und hatten richtig gute Schüsse.“

Bei der sechsten Niederlage im siebten Saisonspiel fehlten den Bietigheimern allerdings neben dem langzeitverletzten Max Prommersberger auch Ryon Moser, der noch kein einziges Ligaspiel für die Ellentäler absolviert hat, Jack Doremus, Ryan Gropp, Brett Welychka sowie Ryker Killins. Deshalb waren die Steelers erst einmal auf Schadensbegrenzung aus. Sie machten vor allem die Box in der Defensive eng. „Wir haben am Anfang die Partie dominiert, richtig gut gespielt und einige Torchancen kreiert“, analysiert Pasanen. Schon nach zweieinhalb Minuten hätten die Rosenheimer nach einem Bauerntrick in Führung gehen können. Doch der Pfosten war im Weg. In der 17. Minute musste Leon Doubrawa das erste Mal hinter sich greifen. Sebastian Cimmerman legte auf Shane Hanna zurück, der den Steelers-Goalie überwand.

Auch im Mittelabschnitt scheiterten die Starbulls wieder am Pfosten (29.). Als dann kurz hintereinander erst Cimmerman (31.) und dann Hagen Kaisler (33.) auf die Strafbank mussten, überstanden die Rosenheimer die 26 Sekunden lange doppelte Unterzahl noch schadlos. Doch nach rund einer weiteren Minute fünf gegen vier schien es so, als ob ein Schuss von Cole MacDonald von der blauen Linie an die Latte gegangen wäre. Beim Nachsetzen wurde die Scheibe unter mehreren Rosenheimer Spielern vergraben. Erst dann überprüften die Schiedsrichter die Situation. Dabei wurde klar, dass MacDonalds Schuss den hinteren Torpfosten getroffen hatte. Die Unparteiischen gaben den Treffer (34.).

111 Sekunden vor dem Drittelende zappelte der Puck wieder im Steelers-Netz. Nach einem Schuss von Bastian Eckl hatte Sebastian Streu die Scheibe am langen Pfosten zu einer Flipperkugel werden lassen, die irgendwie Maximilian Vollmayer vor die Füße fiel. Doch nach Videobeweis entschieden die Schiedsrichter auf einen Handpass von Manuel Strodel.

Mitte des Schlussabschnitt brachte Lukas Laub die Rosenheimer dann auf die Siegerstraße – 2:1 (50.). Nur gut vier Minuten später erhöhte Marvin Feigl nach einem Fehlpass von Lewis Zerter-Gossage an der eigenen blauen Linie auf 3:1 (54.). Und nachdem Doubrawa zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Feld gegangen war, machte Reid Duke mit einem Treffer ins leere Tor den Deckel endgültig drauf.

 Michael Nachreiner