Bietigheim Steelers
: Eigengewächs Joshua Rust will dem SCB treu bleiben

Der 20-Jährige spielt seit der Jugend bei den Steelers. Auch bei einem eventuellen Abstieg will er dem Verein die Treue halten.
Von
Niklas Braiger
Bietigheim
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SCB-Eigengewächs Joshua Rust geht mit seinem Heimatverein in die Playdowns. Egal was dort passiert: Der Stürmer will auch nächste Saison noch im Ellental spielen.

Ralf Poller/Avanti

Mit seinen gerade mal 20 Jahren hat Joshua Rust so einiges schon mitgemacht. In seiner ersten Profisaison in der Deutschen Eishockey Liga 2 überstand der Youngstar zwei Trainerwechsel und steckt mit seinen Bietigheim Steelers mitten im Abstiegskampf. Schon seit einigen Spielen steht der SCB als Tabellenletzter der Hauptrunde fest, jetzt geht es in den letzten regulären Partien darum, für die Playdowns bereit zu sein. Den Anfang der finalen vier Partien macht das Gastspiel an diesem Freitag in Ravensburg (20 Uhr). „Es sind schon eher Testspiele, das heißt aber nicht, dass wir da Halligalli rangehen“, sagt Rust und ergänzt: „Dücki will die Reihen durchtauschen, neue Spieler sehen und das System vertiefen.“

Viel Vertrauen vom neuen Coach

Mit „Dücki“ ist Trainer Alexander Dück gemeint, der dritte Mann hinter der Bande bei den Enzätlern in dieser Saison. Der 43-Jährige gibt den jungen Spielern wie Rust, Nicolas Hinz oder Anton Sproll immer mehr Chancen, sich zu beweisen. „Dücki schenkt uns viel Vertrauen. Wir dürfen auch mal Fehler machen“, erzählt das Eigengewächs, für das die Situation nicht leicht ist: „Wir hatten drei Trainer, die alle ein anderes System gespielt haben. Als junger Spieler brauchst du ein bis zwei Wochen, um das umsetzen zu können.“

Unter Dücks Vorgänger Daniel Naud standen die Jungspunde immer wieder in der Kritik. „Das Spiel war zu schnell und zu hart für sie“, sagte Naud nach seiner letzten Partie als Trainer unter anderem über Rust. „Das habe ich tatsächlich erst später mitbekommen. Ich konnte es in einer gewissen Art und Weise verstehen. Die DEL2 ist im Vergleich zu den Junioren schon schneller und härter, ich kann aber für mich sagen, dass ich mit recht gut daran gewöhnt habe“, berichtet der Linksschütze.

Wie Rusts Zukunft aussieht, steht noch in den Sternen, auch bei einem eventuellen Abstieg: „Das ist allen eine doofe Situation gerade.“ Doch er selbst hat ein klares Ziel: „Ich würde sehr gerne hierbleiben. Ich fühle mich sehr wohl.“

Ausgangslage der Gegner

Nach der Partie bei den Towerstars am Freitag geht es für den SCB sonntags um 17 Uhr in der heimischen Ege-Trans-Arena gegen den EHC Freiburg. Die beiden Gegner stehen aktuell in gänzlich gegensätzlichen Ausgangspositionen: Während Ravensburg gegen die Steelers den Klassenerhalt klarmachen kann, könnte für Freiburg mit einer Niederlage besiegelt sein, dass sie mit den Steelers in die Playdowns müssen. Doch die Rechenspielchen könnten bis zum letzten Spieltag anhalten: Aktuell trennen Platz acht (Weißwasser) und Platz 13 (Bad Nauheim) lediglich drei Punkte und es gibt zahlreiche direkte Duelle im Saisonendspurt.