Bietigheim Steelers
: Die Playoffs sind das klar formulierte Ziel

Die Bietigheim Steelers setzen in der ersten DEL2-Saison nach dem Abstieg auf den Teamspirit. Die jungen Spieler haben Trainer Fedorchuk bisher überzeugt.
Von
bz
Bietigheim
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Das Führungsquartett der Bietigheim Steelers in der anstehenden DEL2-Saison: (von links) Geschäftsführer Gregor Rustige, Co-Trainer Fabian Dahlem, Trainer Dean Fedorchuk und der Sportliche Leiter Daniel Naud.

/Oliver Bürkle

Dean Fedorchuk hat eine Mission. „Wir wollen Woche für Woche und Monat für Monat wachsen und uns verbessern, damit wir unser bestes Hockey spielen, wenn die Playoffs beginnen“, erklärt der neue Trainer der Bietigheim Steelers. Und wer weiß, wohin dann die Reise geht. „Als wir vor zwei Jahren aufgestiegen sind, waren wir auch nicht der Favorit“, erinnert sich Daniel Naud, der Sportliche Leiter des DEL2-Klubs aus dem Ellental. „Aber das Ziel ist erst einmal, die Playoffs zu schaffen – egal, wie.“

Noch ist aber das Team nicht komplett. Ryan Gropps Abreise aus Kanada wurde aufgrund privater Gründe um eine Woche verzögert. Er soll am Montag in Deutschland landen. Ebenfalls erst in der nächsten Woche werden die Spieler der Adler Mannheim, die eine Förderlizenz erhalten haben – Florian Mnich, Paul Mayer sowie Noel Saffran –, zu den Steelers stoßen.

Auf der Suche nach einem Stürmer

Und die Bietigheimer Verantwortlichen suchen noch einen weiteren Importspieler auf der Stürmerposition. „Ob das ein Flügelspieler oder Center, ein Rechts- oder Linksschütze ist, ist erst einmal zweitrangig“, erklärt Fedorchuk. „Wichtig ist, dass wir den Spieler finden, der perfekt zu den Steelers passt – sowohl auf dem Eis als auch abseits.“ Und Naud ergänzt: „Mit 20 Wayne Gretzkys gewinnt man nichts. Man braucht die richtige Mischung in einer Mannschaft.“ Der Markt an deutschen Spielern ist dagegen ausgereizt, auch wenn die Bietigheimer noch einen Ü23-Akteur verpflichten könnten.

Viel halten Fedorchuk und Naud von den jungen Spielern, die aus der eigenen Jugend den Sprung zu den Profis geschafft haben. Alex Samusev und Anton Sproll haben bereits einen Förderlizenzvertrag erhalten, Joshua Rust kämpft als Try-out-Spieler noch um einen solchen. „Anton hat einen sehr guten Eindruck in der ersten Trainingswoche hinterlassen. Er ist ein intelligenter Spieler, der schnell versteht, was von ihm gefordert wird“, berichtet Fedorchuk. Und Naud ergänzt: „Joshua hat es verdient. Er hat viel Pech gehabt, als er sich gleich nach wenigen Spielen in der vergangenen Saison das Kreuzband gerissen hat. Er hat viel investiert, war im Sommer sogar in Finnland, um auf Eis zu trainieren.“

Noch ist der Funke, der bei den Verantwortlichen der Steelers glimmt, aber nicht ganz auf die Fans übergesprungen. Es sind erst 750 Dauerkarten verkauft – rund 100 weniger als im vergangenen Jahr. Kalkuliert wird bei den Bietigheimern mit 2700 Zuschauern im Schnitt. „Das ist ambitioniert, wir müssen wirbeln, um das zu erreichen“, sagt Geschäftsführer Gregor Rustige. Aber die Steelers kommen den Fans auch etwas entgegen. Die Preise für Sitzplätze wurden um bis zu 25 Prozent reduziert. Die Stehplatztickets sind dagegen gleich geblieben.

3,3 Millionen Euro Etat

Auch der Etat ist kleiner geworden. „Wir hatten in der DEL 4,8 oder 4,9 Millionen Euro. Jetzt liegen wir bei rund 3,3 Millionen Euro“, berichtet Rustige. Und es wird solide gewirtschaftet im Ellental. Rustige: „Wir haben die Lizenz ohne Probleme erhalten. Auch haben wir eine breite Sponsorenbasis. Wir müssen nicht die Tore schließen, wenn ein Sponsor wegbricht.“

Erster Test gegen die Eisbären Regensburg

An diesem Freitag (19.30 Uhr) kommt es in der Ege-Trans-Arena zum ersten Vorbereitungsspiel der Steelers auf die anstehende Saison in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2). Das Team von Trainer Dean Fedorchuk empfängt die Eisbären Regensburg – auch ein Wiedersehen mit Goalie Tom McCollum, der im Endspurt der Saison 2021/22 einen großen Anteil daran hatte, dass die Steelers im deutschen Oberhaus blieben, und Lucas Flade.

Der Vorteil liegt laut Fabian Dahlem bei den Regensburgern. „Sie haben schon ihre vier Kontingentstellen besetzt. Darüber hinaus stehen ein paar eingedeutschte Ausländer im Kader“, erklärt der Steelers-Co-Trainer. Das Ergebnis ist für Fedorchuk aber zweitrangig. „Das Wichtigste ist, dass sich die Jungs gegenseitig unterstützen, damit sie merken, sie haben grünes Licht, wenn sie aggressiv sind und beispielsweise den Puckführenden anlaufen“, erklärt der Trainer.