Bietigheim schlägt Nürnberg Ice Tigers
: Steelers siegen munter weiter

Der DEL-Aufsteiger aus Bietigheim holt beim 5:1 gegen die formstarken Nürnberg Ice Tigers den vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen.
Von
Sebastian Klaus
Bietigheim
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Bietigheim-Legende René Schoofs (Zweiter von links ) wird von seinen Teamkameraden für seinen zweiten Saisontreffer gefeiert. ⇥

Thomas Hahn / Eibner-Pressefoto

Die Bietigheim Steelers sammeln weiter wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Am Mittwoachabend feierte der DEL-Aufsteiger mit dem 5:1-Erfolg in Nürnberg den vierten Sieg seit der Olympia-Pause.

Einen Tag vor der Partie hatten die Steelers noch eine Personalie bekanntgegeben. Vom HC Innsbruck aus der ersten österreichischen Liga stößt der 32-jährige Torhüter Tom McCollum zu den Schwaben. Der US-Amerikaner spielte in den beiden letzten Jahren in der höchsten Liga Österreichs. Bevor McCollum im Sommer 2020 nach Europa wechselte, sammelte der Linksfänger jede Menge Erfahrung in den besten Ligen Nordamerikas. Für die Detroit Red Wings aus der NHL absolvierte er drei Spiele. In der AHL lief der Goalie 354 Mal auf. 2013 gewann der US-Amerikaner mit den Grand Rapids Griffins den Calder Cup.

Doch gingen die Steelers gegen die formstarken Ice Tigers mit ihrer finnischen Lebensversicherung im Gehäuse, Sami Aittokallio, ins Rennen. Und der 29-Jährige bekam in der Anfangsphase ordentlich zu tun. Erst nach sieben Minuten lösten sich die Gäste vom Nürnberger Dauerdruck. Kapitän Constantin Braun (7.),  Jalen Smereck (8.) und Norman Hauner (9.) konnten kurz hintereinander ihre Chancen nicht nutzen. Hauner krachte nach seinem Torschuss so unglücklich mit der Schulter in die Bande, so dass es für den 30-Jährigen nicht weitergehen konnte. Kurz zuvor hatte bei Nürnberg schon Routinier Marcus Weber das Eis verletzt verlassen.

Nach einer Massenkeilerei, bei der zuvor Oliver Mebus Bietigheims Evan Jasper seinen  Stock ins Gesicht gedrückt hatte, ging es für Jasper, Mebus und Kollege Christopher Brown auf die Strafbank. In Überzahl erzielte Steelers-Legende René Schoofs dann nach überragender Vorarbeit von C.J. Stretch das 1:0 für die Gäste, das auch den Halbzeitstand bedeutete.

Im zweiten Durchgang hatten die Ice Tigers zwar ein Plus an Chancen und Spielanteilen, doch die Steelers hatten Aittokallio, der immer wieder im Weg stand. So ging es für die Gäste mit dem Minimalvorsprung von einem Tor ins letzte Drittel. Kurios: Im zweiten Abschnitt schon nicht mehr dabei waren die beiden Nürnberger Ofensivkräfte Ryan Stoa und Daniel Schmölz, die während des ersten Drittels ihre positiven PCR-Testergebnisse erhalten hatten. Die Schnelltests der beiden Nürnberger vor dem Spiel hatten noch nicht angeschlagen.

Im Schlussabschnitt schlug dann schnell Riley Sheen zum 2:0 zu. Der Handgelenkstreffer in Überzahl war bereits das 34. Saisontor für den Goalgetter. Preibisch und Sheen ließen danach noch beste Chancen liegen, doch Smereck machte es in der 51. mit dem 3:0 besser. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer durch Tyler Sheehy vier Minuten vor dem Ende waren es dann erneut Sheen und Brendan Ranford, die jeweils per Empy Net Goal zum 5:1-Endstand aus Sicht der Steelers einnetzten.