Bietigheim-Bissingen
: Willkommensturnier: Flüchtlinge tauschen sich beim Kicken aus

Beim sechsten Willkommensturnier der Stiftung Soziale und Ökologische Zukunft mit dem Arbeitskreis Asyl gab es zwar nur eine Gewinner-Mannschaft, doch von dem Aktionstag profitierten alle Teilnehmer, denn nach dem Spielen auf dem Platz in Bietigheim-Bissingen, gab es Zeit für Gespräche.
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bz
Bietigheim-Bissingen
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Die Teilnehmer des Willkommensturniers kamen aus vielen verschiedenen Ländern. Plakate hatten die ukrainischen Fans eigens für ihre Mannschaft gemalt, um sie zu unterstützen.

/Martin Kalb

Bereits zum sechsten Mal hatte die Bietigheimer Stiftung Soziale und Ökologische Zukunft mit Unterstützung des Arbeitskreises Asyl zum SÖZ-Willkommensturnier eingeladen. Und wie in den vergangenen Jahren wurde es wieder ein schöner, bunter Nachmittag mit spannenden Spielen, heißem Grillgut und kühlen Getränken, so die Mitteilung der Stiftung.

Nach der Eröffnung durch Stiftungsvorstand Hartmut Brösamle und Bürgermeister Michael Wolf, der auch für jede Mannschaft als Geschenk der Stadt einen Ball dabei hatte, pfiff Spielleiter Julian Schreder direkt das erste Spiel an.

Engagierte Fans

In den acht teilnehmenden Mannschaften kickten unter anderem Spieler aus Guinea, Togo, Eritrea, Sudan, Kamerun, Syrien, Afghanistan und dem Iran. Aber auch zwei deutsche Mannschaften und ein gemischtes Team waren am Start. Die jüngsten und engagiertesten Fans, ausgestattet mit selbstgemalten Plakaten, hatte die Mannschaft aus der Ukraine. Alle beteiligten Mannschaften hatten viel Spaß am Wettkampf. Zwischen den Spielen wurde gemeinsam gegessen und es war genügend Zeit für Gespräche und ein Kennenlernen. So berichteten einige Spieler, dass es ihnen im Moment gut gehe. Wichtig sei für sie, dass sie alle entweder gerade eine Ausbildung machen können oder Arbeit haben. Finanziell benötigen sie keine Unterstützung mehr, mehrere haben eine Wohnung gefunden, die sie mit ihrem Einkommen bezahlen können. Sie freuen sich, dass ihr Leben endlich Stabilität hat.

Sieger war am Ende die Mannschaft Syli National, ein gemischtes Team mit Spielern aus fünf afrikanischen Staaten. Als Preise für die drei bestplatzierten Mannschaften gab es Schokolade und Einkaufsgutscheine sowie Beifall von den anderen Mannschaften, die im kommenden Jahr wieder teilnehmen wollen.  bz