Bietigheim-Bissingen
: Warten auf den Bus mit Echtzeitdaten

Bereits zehn der neuen DFI-light-Anzeigen gibt es in zwei Stadtteilen von Bietigheim-Bissingen. Kostenpunkt: rund 10 000 Euro pro Haltestelle.
Von
Petra Neset-Ruppert
Bietigheim-Bissingen
Jetzt in der App anhören

Haltestellenschild mit Fahrgastinformationen an der Bushaltestelle in der Dresdner Straße im Buch.

/Martin Kalb

Wer sich in Buch zum Beispiel an die Haltestelle Dresdner Straße stellt, dem wird es wahrscheinlich schon aufgefallen sein: Das Haltestellenschild sieht anders aus. Darin befindet sich eine DFI-light-Anzeige. „Darauf werden Fahrgastinformationen der Busse angezeigt. Das sind in den meisten Fällen die Echtzeitdaten der jeweiligen Busse“, erklärte Tobias Hähnle, der beim Busunternehmen Spillmann für die ÖPNV-Planung und das Qualitätsmanagement zuständig ist.

Bei der Rundfahrt zum Pferdemarkt konnten sich die Gemeinderäte über die neue Haltestellentechnologie informieren und sehen, wie sie funktioniert.

2015 habe man damit begonnen die großen Umsteigehaltestellen mit digitalen Anzeigetafeln auszustatten. „Das lohnt sich für eine Haltestelle mit mehreren Linien, die dort halten. An einer Haltestelle mit nur einer Linie lohnt sich das jedoch nicht. Dafür gibt es dort nun die DFI-light-Anzeige“, so Hähnle.

Umfrageergebnis: „Grundsätzlich sinnvoll“

Mit Hilfe der neuen Anzeigen, können die Fahrgäste nun sehen, wie lange es dauert, bis der Bus an der Haltestelle erscheint. Die Daten, die dafür genutzt werden, sind die gleichen Echtzeitdaten, die auch auf die VVS-App einlaufen. „Wir haben in einer Umfrage ermittelt, dass drei Viertel der Befragten die neuen Anzeigen grundsätzlich für sinnvoll halten. Rund ein Drittel nutzt die Anzeige tatsächlich“, erläuterte Hähnle den Gemeinderäten bei der Busfahrt.

Wenn vom Bus keine Echtzeitdaten übermittelt würden, zeige die DFI-light-Anzeige die regulären Fahrplandaten an. Derzeit liege die Quote der Echtzeitvermittlung der Busse bei 80 bis 90 Prozent. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem VVS an der Verbesserung der Quote. An der technischen Ausrüstung der Fahrzeuge liegt es nicht, der Datenweg ist ein weiter“, erläutert der ÖPNV-Planer.

Pro Haltestelle Kosten vonrund 10 000 Euro

Bereits zehn Haltestellen in Buch und Bissingen Süd seien mit der neuen Technologie bereits ausgestattet. Pro Haltestelle sind dabei Kosten von rund 10 000 Euro aufgekommen – jeweils 5000 Euro pro Mast. Pro Haltestelle habe die Stadt eine Förderung von 2000 Euro erhalten.

„Die DFI-light-Anzeigen werden mit Solarenergie betrieben, die von den Modulen auf dem Schild kommt. Mit den Ausfallzeiten sind wir recht zufrieden“, so Hähnle zum Abschluss.

 Petra Neset-Ruppert