Bietigheim-Bissingen
: Verbesserungen für den Radverkehr

Im Windschatten der B27-Sanierung passt die Stadt Bietigheim-Bissingen das Radwegenetz im und um den Bürgergarten an. Der Gemeinderat fasste nun den Baubeschluss.
Von
Yannik Schuster
Bietigheim-Bissingen
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Bietigheim Radweg im Bürgergarten

Auf den Radwegen durch den Bürgergarten kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern.

Martin Kalb
  • Bietigheim-Bissingen bündelt den Radverkehr im Bürgergarten, um Konflikte zu reduzieren.
  • Am Knoten Großingersheimer Straße/Forststraße wird der Weg für Fuß- und Radverkehr verbreitert.
  • Trennung von Fuß- und Radverkehr an mehreren Abschnitten – bessere Sicht und neue Linienführung.
  • Anbindungen zu Enzavillon, Auwiesenbrücke und Enzsteg werden aufgewertet, teils asphaltiert.
  • Kosten rund 510.000 Euro, 75 % Förderung beantragt; Baubeginn im Frühjahr 2027.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Im Zuge der Bauarbeiten an der B27 setzt die Stadt Bietigheim-Bissingen im direkten Umfeld der Hauptverkehrsader einige Maßnahmen für den Fuß- und Radverkehr um. Die bestehende Radverbindung durch den Bürgergarten sorge immer wieder für Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern. Nun soll der Radverkehr stärker gebündelt werden. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den entsprechenden Baubeschluss gefasst.

Am Knotenpunkt Großingersheimer Straße/Forststraße wird der Weg zugunsten des Fuß- und Radverkehrs umgebaut und verbreitert. Die bestehende Treppenanlage bleibt teilweise erhalten und wird, wo erforderlich, verschmälert. Die Rampe wird verbreitert, wodurch die Sichtverhältnisse entlang der gesamten Strecke verbessert werden. Die Verbindung zum Enzavillon soll durch bessere Sichtverhältnisse und eine angepasste Linienführung sowie eine Trennung von Fuß- und Radverkehr aufgewertet werden. Zudem soll die bestehende Anbindung zur Haltestelle Auwiesenbrücke verbessert und der bestehende Pflasterweg zum Enzsteg ausgebaut und asphaltiert werden. Darüber hinaus soll auch im Bereich der Anbindung Wobachstraße/B27-Unterführung eine Trennung der Verkehrsarten umgesetzt werden. Grundsätzlich gilt, dass die Stadt den Radverkehr auf der Westseite der Enz konzentrieren will.

Interne Planung

Die Kosten für die Baumaßnahmen werden mit rund 510.000 Euro veranschlagt. Als Baustein im Klimamobilitätsplan des Landkreises Ludwigsburg für das LGVFG-Förderprogramm wurden sie mit einem Fördersatz von 75 Prozent angemeldet. Ein Großteil der Planung sei intern durch das neu strukturierte Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt Bietigheim-Bissingen erfolgt. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2027 beginnen.

Jürgen Weller (CDU) sah in den Plänen größtenteils sinnvolle Änderungen am Radwegenetz. Dass die Treppenanlage zur Unterführung an der Großingersheimer Straße nun doch erhalten werden könne, begrüßte er. Ebenso den Verzicht auf eine Nordumfahrung des Enzpavillons. Allerdings würden die Verkehrsbeziehungen im Bürgergarten durch die Maßnahmen nur komplizierter: „Ich bin überzeugt, dass das nicht von 100 Prozent der Radfahrer angenommen werden wird.“ Der Sparwille, den die Verwaltung durch die interne Planung demonstriert habe, sei vorbildlich. Er appellierte zudem, auch den seiner Meinung nach kritischeren Radweg an der Großingersheimer Straße in den Blick zu nehmen.

Breite Zustimmung im Gremium

Werner Kiemle von der SPD lobte das Gesamtpaket der Maßnahmen ebenfalls. Der Plan spiele die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer nicht gegeneinander aus. Albrecht Kurz (GAL) erinnerte sich an einen Brief, den er vor 38 Jahren an die Stadt geschrieben habe. Darin fragte er, ob die Wege durch den Bürgergarten nach der Bundesgartenschau für den Radverkehr verbreitert würden. Nun biete sich im Windschatten der B27-Sanierung endlich eine Gelegenheit, tätig zu werden. „Was kommt, ist besser als der jetzige Zustand.“ Der Stadtrat und Vorsitzende des ADFC-Ortsvereins zeigte sich überzeugt davon, dass das Verkehrskonzept aufgehen werde.

Selbst Matthias Veith (AfD), der in der Vergangenheit wiederholt gegen den Ausbau des Radwegs entlang des Poststräßles wetterte - so auch diesmal -, sah in den Maßnahmen eine gute Lösung, mit der bestehende Verkehrskonflikte so gut wie möglich minimiert werden könnten.