Bietigheim-Bissingen-Untermberg
: Hochstimmung unterm Berg

Kirbefest mit witzig-schwäbischem Esprit, ökumenischem Gottesdienst, Gaumen-Freuden und Musik
Von
Gabriele Szczegulski
Bietigheim-Bissingen
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biet_mk_kirbe-untermberg: Untermberg
Kirbe am Samstagabend 
mit Kabarettist, Zauberer und Bauchredner Karl-Heinz Dünnbier in der Sporthalle Untermberg

Die Kirbe in Untermberg begann am Samstagabend mit Kabarettist, Zauberer und Bauchredner Karl-Heinz Dünnbier in der Sporthalle Untermberg.

Martin Kalb
  • In Untermberg lief die Kirbe mit Kleinkunst, Gottesdienst, Kulinarik und Musik.
  • Auftakt am Samstagabend: Karl-Heinz Dünnbier begeisterte in der Turnhalle.
  • Der Künstler verband Jonglage, Zauberei und Bauchreden mit schwäbischem Humor.
  • Am Sonntag folgten ökumenischer Gottesdienst, schwäbische Speisen und Bläserklasse.
  • Montagabend steht ein Bürgergespräch an – Themen wie Parken, Gaststätte und SUP-Verbot.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Unterhalb der Ruine Alt-Sachsenheim war übers Wochenende was los. Die rund 200-köpfige Gemeinschaft „Sympathie für Untermberg“ hatte die hier seit 1583 gepflegte Tradition der „Kirbe“ mit einem vielseitigen Angebot fortgesetzt. Am Samstagabend herrschte dabei geradezu Hochstimmung. „Da es in Untermberg an natürlichen Orten der Begegnung mangelt, ist ein Ziel des Vereins, hier Räume für Begegnung zu schaffen. Dazu gehört auch die traditionelle Kirbe“, skizzierte Bernd Klein, der Vorsitzende des 1994 zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in Untermberg gegründeten Vereins, dessen Intention. Die Rede ist von einem engagierten Team, das dank seiner Aktivitäten in dem 1200-Einwohner-Stadtteil längst über die Schneckenfest- und Fensterblümlesmarkt-Gebräuche hinaus fortgeschritten ist.

Diverse verblüffende Zaubertricks

Jüngstes Beispiel ist die „Kirbe“, die am vergangenen Samstag gleich mit dem Programm-Höhepunkt Kleinkunst startete. Star des Abends in der voll besetzten Turnhalle war dabei mit seinem rund zweistündigen Auftritt der Tübinger Universalkünstler Karl-Heinz Dünnbier. Er ist mit der originellen Gabe gesegnet, klassische Jonglierkunst mit dem üblichen Equipment wie Bällen, tanzendem Besen oder Ringe auch magischen Spielkarten sowie diversen verblüffenden anderen Zaubertricks und eindrucksvollen Bauchredner-Stories zusätzlich mit sympathischer schwäbischer Heiterkeit verknüpfen zu können. Gäste wurden dabei zum Amüsement des Publikums mehrfach einbezogen.

Die Besucherinnen und Besucher jedenfalls waren, auch von der witzigen Rhetorik und dem mimischen Talent des schwäbischen Spaßvogels begeistert, in bester Stimmung. Etwa, als er die Komplexität der deutschen Sprache für einen Italiener interpretierte. Oder erläuterte, was der Schwabe unter „Ranza-Tanza“ verstehe.

Kein Wunder, dass der Veranstalter nun schon zum zweiten Mal den ulkigen Urschwaben verpflichtete. Kein Wunder ebenso, dass der sich selbst als „Wolkenverschieber“ Titulierende schon 2016 wegen seiner Varieté-, Magie- und Vokabular-Bravourleistungen mit dem „Oskar der schwäbischen Mundart“, dem Sebastian-Blau-Preis, ausgezeichnet wurde.

Am Sonntag ging das erneut bestens besuchte dreitägige Event mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von Pfarrerin Steffi Gauger und Pastoralreferent Rolf Briehl gestaltet wurde, mit schwäbischen Gaumenfreuden und musikalischen Beiträgen der Bläserklasse der Schillerschule weiter.

Bürgergespräch an diesem Montagabend

Komplettiert wird das Angebot am Montagabend, ebenfalls in der Turnhalle, mit dem Bürgergespräch, bei dem laut Untermberger Experten voraussichtlich Themen angesprochen werden, die die Einwohner besonders bewegen: Parkplatzmangel bei der Bebauung der Enzstraße, Reaktivierung der Gaststätte bei der Turnhalle und beispielsweise das Thema SUP-Verbot auf der Enz.

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