Bietigheim-Bissingen
: Unteres Tor muss kurzfristig saniert werden

Seit Montag ist der Untere Turm in der Bietigheimer Altstadt eingerüstet. Starke Schäden an Holzbalken führten dazu, dass sie Stadtverwaltung kurzfristig reagieren musste. Ein Einzelhändler machte seinem Ärger über das Vorgehen der Stadt in einem Post auf Social Media Luft.
Von
Petra Neset-Ruppert
Bietigheim-Bissingen
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Das Untere Tor in Bietigheim ist eingerüstet. Schadhafte Balken wurden entdeckt.

/Martin Kalb

Als Bernd Beuttenmüller am Montagmorgen aus seinem Laden in der Bietigheimer Altstadt blickte, blockierte ein großer Lastwagen den Weg. Teile von Absperrgittern blockierten den Zugang zu seinem Laden.

„Ich habe absolutes Verständnis dafür, dass Sanierungsarbeiten an den alten Gebäuden in der Altstadt gemacht werden müssen, allerdings finde ich es nicht in Ordnung, dass man die Geschäftsinhaber vorab nicht informiert“, erklärt der vom-Fass-Inhaber.

Bis zirka 16.30 Uhr standen ein LKW und zwei Jeep-artige Fahrzeuge so in und um das Untere Tor, dass selbst für Fußgänger das Durchkommen extrem erschwert war, berichtet Beuttenmüller.

„Ich hatte den ganzen Tag gerade einmal neun Kunden im Laden, das deckt nicht einmal die Kosten. Nach Corona und mitten in der Energiekrise haben wir Einzelhändler es nicht so leicht“, betont Beuttenmüller, der bereits seit 20 Jahren seinen Laden in der Bietigheimer Altstadt betreibt. Hätte die Stadtverwaltung im Vorfeld mit ihm darüber gesprochen, so ist er sich sicher, dann hätte man auch vorab planen können und wäre vielleicht auch nicht so zugebaut gewesen.

Dass das Untere Tor genau jetzt saniert werden muss, kam auch für die Stadtverwaltung überraschend. Bei einer regulären Überprüfung in den vergangenen Wochen wurden schadhafte Balken entdeckt, die schnell saniert werden müssen. „Es ist ähnlich wie beim Hornmoldhaus“, erklärt Anette Hochmuth vom Presseamt. Wie viel die Sanierung kosten werde und wie lange die Arbeiten andauernd werden, könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, heißt es von der Stadtverwaltung.

Wunsch nach bessererKommunikation

Beuttenmüller hatte am Montagmorgen sein Handy gezückt und die Situation dokumentiert. Seinem Unmut über die Situation machte er in einem Post auf der Plattform Instagram Luft.

Die Stadtverwaltung hatte einige Stunden später auch einen Post veröffentlicht um über die momentane Situation am Unteren Tor aufzuklären: „Allerdings ist es nicht so, dass das Tor über längere Zeit nicht passierbar war. Man konnte immer seitlich durchgehen, beim Weltladen vorbei und beim Steuerbüro Beck wieder raus zur Fußgängerzone. Wir haben deshalb auch den Post zusätzlich gesendet“, erklärt Anette Hochmuth..

Weshalb Bernd Beuttenmüller vorab nicht informiert wurde, konnte die Stadtverwaltung Bietigheim-Bissingen auf BZ-Anfrage auch nicht erklären: „Grundsätzlich werden die Anlieger von Baumaßnahmen immer informiert. Warum das in diesem Fall unterblieb, ist nicht erklärlich. Der Bauleiter war auch schon bei Herrn Beuttenmüller und hat sich entschuldigt.“

Beuttenmüller wünscht sich für die Zukunft, dass es in solchen Fällen eine bessere Kommunikation mit der Stadtverwaltung vorab gibt. Petra Neset-Ruppert