Bietigheim-Bissingen: Schulprojekt: Sitzen für mehr Nachhaltigkeit

Im Unterricht werden Sitzwürfel entworfen, die die 17 Nachhaltigkeitsziele erklären und zum Nachdenken anregen sollen. Ein erster Prototyp entstand aus Karton.
/Martin KalbDie Agenda 2030 mit insgesamt 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung ist laut Website der Vereinten Nationen ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz des Planeten. Zu den Zielen zählen unter anderem „Keine Armut“, „Bezahlbare und saubere Energie“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“.
Gemeinsam mit der Stadt Bietigheim-Bissingen und den städtischen Schulen möchte das Berufliche Schulzentrum das Thema Nachhaltigkeit stärker im Schulalltag verankern. „Das Kultusministerium berichtete von der Projektidee, die Nachhaltigkeitsziele im Unterricht zu behandeln“, sagte Schulleiter Stefan Ranzinger.
Umsetzung im Unterricht
Am Freitag, 15. Dezember, ließ sich Oberbürgermeister Jürgen Kessing, der Schirmherr des Projekts ist, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele im Unterricht erklären. „Das Projekt dauert drei Jahre. Die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses sind gerade dabei, 17 Sitzwürfel zu erstellen, die die jeweiligen Nachhaltigkeitsziele genauer erklären sollen“, sagte Ranzinger. Der Kurs habe die Ziele erst ausgearbeitet und präsentiert, anschließend werde das Design der Sitzwürfel geplant. Dann gehe es um die Entwicklung eines pädagogischen Konzepts. „Auf den Sitzwürfeln möchten wir vorne das jeweilige Nachhaltigkeitsziel drucken, an der einen Seite ist das Ziel zusammengefasst, an der anderen am Beispiel Bietigheim-Bissingen erklärt. Auf der Rückseite befindet sich unser persönlicher Bezug“, erklärte ein Schüler des Seminarkurses. Die Sitzwürfel sollen in einer Wanderausstellung an umliegende Schulen gegeben werden, so könne jeder über seinen persönlichen Bezug zum Nachhaltigkeitsziel nachdenken und reflektieren. Schülerinnen und Schüler des sechsjährigen technischen Gymnasiums widmen sich ebenfalls den Nachhaltigkeitszielen, jedoch mit anderen Schwerpunkten. So soll beispielsweise ein Hocker geplant werden, der so nachhaltig wie möglich, aber trotzdem effizient sein soll.
Die Stadt setzt sich für Nachhaltigkeit ein
Kessing bedankte sich für das Engagement und beschrieb, dass die Stadt viele Verbindungen zu den Nachhaltigkeitszielen habe, das aber bei vielen nicht bekannt sei. So setze sich Bietigheim unter anderem für hochwertige Bildung ein und fördere auch jährlich Projekte für nachhaltige Kaffeeplantagen in Entwicklungsländern, die Projektleiter seien hier ansässig. „Bereits in jungen Jahren eine Freude für das Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln und das Wissen weitergeben zu können empfinde ich als sehr wichtig“, sagte Kessing abschließend.