Bietigheim-Bissingen: Fernwärme für die Altstadt

Wenig Platz, großes Bauloch: In der Bietigheimer Altstadt werden derzeit Fernwärmeleitungen sowie Fernwärmeanschlüsse verlegt.
/Martin KalbMomentan ist das Altstadtpflaster der Hauptstraße nahe des Fräuleinbrunnens aufgerissen. Ein großes Loch klafft dort, denn mit diesen Bauarbeiten wird das Fernwärmenetz in der Bietigheimer Altstadt erweitert. Auch in der Holzgartenstraße, die von der Innenstadt zum Bad am Viadukt führt, werden neue Anschlüsse gelegt. Noch bis Mitte November werden die Bauarbeiten andauern.
Wenig Platz in der Altstadt
Die enge Baustellenfläche ist eine Herausforderung für den Ausbau der Fernwärmeleitungen, die zu den Bestandsleitungen wie Telekommunikationsleitungen Platz finden müssen. „Die Herstellung der Hausanschlüsse bringt immer wieder Überraschungen mit sich, da teilweise nicht immer davon auszugehen ist, dass die Gebäudeaußenkante auch gleichzeitig die Kelleraußenwand ist“, heißt es von den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen (SWBB) auf Anfrage der BZ.
Mehr als 600 Objekte werden in Bietigheim-Bissingen durch die SWBB bereits mit Fernwärme versorgt. Rund elf Kilometer Leitung wurden in der Altstadt verlegt.
Netze miteinander verknüpfen
Derzeit wird die Altstadt noch mit Energie aus dem Heizkraftwerk Kreuzäcker sowie der Zentrale in der Sporthalle am Viadukt versorgt, erklärt die Pressestelle der SWBB. „Zukünftig ist aber auch die Versorgung über die innovative Energiezentrale Mitte (EZM) geplant. Hierzu werden die Netze künftig miteinander verknüpft.“ Für die Verknüpfung der verschiedenen Energiezentralen stehen auch noch Verlegungen von Leitungen unter der B 27 an.
„Hierzu gibt es unterschiedliche Zeiträume, da wir hierbei mit den Arbeiten des Regierungspräsidiums Stuttgart mitgehen werden. Beginnen werden wir im kommenden Jahr im Bereich der Berliner Straße“, kündigt die Pressestelle der SWBB an.