Bietgheimer Pferdemarkt
: Shuttle-Busse gibt es keine

Beim Pferdemarkt stehen für Besucher rund 1600 Parkplätze zur Verfügung. Die Busse verkehren im gewohnten Takt
Von
Uwe Mollenkopf
Bietigheim-Bissingen
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Im Ellental hat die Stadtverwaltung zum Pferdemarkt 400 Wiesenparkplätze ausgewiesen.

/Martin Kalb

Wenn die Besucher bei gutem Wetter ab heute in Massen auf den Pferdemarkt strömen, wird es auf den Parkplätzen in der Stadt wieder eng – auch wenn die Stadtverwaltung in einer Mitteilung bereits darauf hingewiesen hat, dass rund um das Pferdemarktgelände eine große Zahl von Parkplätzen zur Verfügung stehe, sodass „bei geordneter Parkierung“ für alle Besucher in unmittelbarer Nähe des Geländes ausreichende Parkmöglichkeiten bestünden. Wer dem entgehen will, kann auf den ÖPNV umsteigen.

Parkplätze auf der Wiese

Für Autofahrer empfiehlt die Stadt in erster Linie die Parkplätze bei den Gymnasien einschließlich der Wiesenparkplätze. Daneben würden sich die Parkplätze hinter dem Kronenzentrum anbieten, der Parkplatz Farbstraße sowie das Parkhaus Farbstraße. Insgesamt stünden rund 1200 Parkplätze rund um die Innenstadt zur Verfügung, zuzüglich der im Bereich Ellental circa 400 ausgewiesenen Wiesenparkplätze, teilt Anette Hochmuth, die Sprecherin der Stadt. mit. Letztere würden eigens für den Pferdemarkt hergerichtet, was das Kontingent deutlich erhöhe.

Doch nicht überall kann man parken. Die Wobachstraße steht laut Stadt als Parkraum nicht zur Verfügung, auch die Parkplätze im Bereich Steigerturmplatz und der Parkplatz am Japangarten können ab diesem Freitag, 17 Uhr, nicht mehr angefahren werden. Von Pferdemarktsamstag bis Pferdemarktmontag sind die Holzgarten- und die Forsthausstraße für den gesamten Verkehr gesperrt. Wer trotzdem dort parkt, muss damit rechnen, abgeschleppt zu werden. Weitere Behinderungen des Verkehrs wird es beim Festumzug am Montag, 5. September, in der Zeit von 13.30 Uhr bis 15 Uhr auf der Löchgauer Straße und der Hillerstraße geben.

Vor diesem Hintergrund hat Oberbürgermeister Jürgen Kessing beim Pressegespräch am Mittwoch Festbesuchern empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. So könne man das Tagesticket für drei Euro nutzen, mit dem man einen ganzen Tag lang im Spillmann-Gebiet fahren kann. Dieses gab es beim letzten Pferdemarkt 2019 noch nicht, es wurde am 1. April 2020 eingeführt. Es gibt auch noch eine Gruppen-Ticket-Variante, die für bis zu fünf Personen für sechs Euro erhältlich ist.

Wunsch nach besserer Anbindung

BZ-Leserin Bettina Hipp aus Metterzimmern ist dennoch unzufrieden. „Ich hatte große Hoffnung, dass der ÖPNV zu dem diesjährigen Pferdemarkt-Wochenende verstärkt wird“, sagt sie, doch das sei nicht geschehen. Selbst aus den Stadtteilen werde der „Ein-Stunden-Takt“ samstags ab 17.30 und den ganzen Sonntag über eingehalten. „Man kommt also nur ein Mal in der Stunde hin oder heim.“ Mit überfüllten Bussen sei zu rechnen.

Hipp weist darauf hin, dass bei der Best-of-Music-Veranstaltung mit wenigen Tausend Zuschauer Shuttlebusse eingesetzt wurden, teils nahezu zeitgleich zum Linienverkehr. Der Eintrittspreis – zehn Euro für beide Tage – berechtigte beim Best-of-Music zur Fahrt in einem Bus-Shuttle. „Beim Pferdemarkt aber – mit zig Tausend zu erwartenden Besuchern – hält man das offenbar immer noch nicht für nötig“, bemängelt Hipp. Und wenn man mit dem Fahrrad fahre, müsse man Angst haben, dass dieses gestohlen werde, meint die Leserin.

Laut Anette Hochmuth ist das Pferdemarktgelände von beiden Bahnhöfen aus sehr gut zu Fuß zu erreichen, insbesondere von der Station Ellental aus. „Deshalb benötigt es keine besonderen Shuttlebusse.“ Die normalen Stadtbusse würden wie gewohnt in engem Takt in der Stadt verkehren. Und mit dem Stadtticket für drei beziehungsweise sechs Euro für Familien als Tagesticket sei die Fahrt auch erschwinglich, so die Sprecherin.