Besigheimer Wasserversorgungsgruppe: Launiger Wechsel im Zweckverbandsvorsitz

Der Vorsitzende der BWG, der Markgröninger Bürgermeister Rudolf Kürner (Mitte) wurde nach 16 Jahren verabschiedet. Sein Nachfolger wird der Erligheimer Schultes Rainer Schäuffele (rechts), dessen Stellvertreter der Bönnigheimer Bürgermeister Albrecht Dautel.⇥
Martin KalbRudolf Kürner, Markgröninger Bürgermeister und seit 16 Jahren Verbandsvorsitzender der Besigheimer Wasserversorgungsgruppe, geht am 14. Mai in der Ruhestand. Bei der Verbandsversammlung am Mittwochabend in der Erligheimer August-Holder-Halle gab es nun den Wechsel im Vorstand: Zum Nachfolger wurde der Erligheimer Bürgermeister und bisherige stellvertretende Vorsitzende Rainer Schäuffele einstimmig gewählt. Ab 15. Mai ist Schäuffele für sechs Jahre im Amt, sein Stellvertreter ist der Bönnigheimer Bürgermeister Albrecht Dautel.
„Ich hänge besonders an den Zweckverbänden und die BWG ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen“, bekannte Kürner, der bisher Vorsitzender des Zweckverbandes Gruppenklärwerk Talhausen und des Zweckverbands Gruppenklärwerk Leudelsbach. Üblicherweise stehen die dienstältesten Bürgermeister dem Zweckverband BWG vor. So tritt nun Rainer Schäuffele die Nachfolge an, und da man beim Bönnigheimer Bürgermeister Dautel seine Dienstjahre beim BWG-Kunde Walheim mitgezählt hatte, stand seiner Wahl zum Stellvertreter nichts im Wege. „Mensch Albrecht werdet doch Mitglied bei der Wasserversorgungsgruppe“, so habe er beim damaligen Walheimer Bürgermeister geworben, sagte Kürner am Mittwochabend und merkte mit einem Augenzwinkern an: „Aber so habe ich es nicht gemeint, dass er sich in einer Verbandsgemeinde als Bürgermeister gewirbt.“
Schäuffele freute sich auf „eine noch engere Zusammenarbeit“ im Zweckverband mit den anderen sieben Verbandskommunen, und mit ihm habe die Besigheimer Wasserversorgungsgruppe zum ersten Mal „einen Vorsitzenden, der in Besigheim geboren ist“. Nach seiner ebenfalls einstimmigen Wahl versicherte Dautel: „Ich mach das gerne und versuche dem Vorsitzenden den Rücken zu stärken aus der Nachbarkommune heraus.“ Kürner dazu: „Dann kann ich ja beruhigt in den Ruhestand gehen.“
Schäuffele erinnerte in seiner Abschiedsrede für Kürner – im Beisein dessen Vorgängers, Altbürgermeister Werner Möhrer – an den Beginn von Kürners Amtszeit: „Ich kann mich sehr gut an die erste Verwaltungsratssitzung der Besigheimer Wasserversorgungsgruppe im September 2006 in Löchgau erinnern, an der ich als Bürgermeister teilgenommen habe. Das war eine absolute Krisensitzung nach den Unterschlagungsfällen des ehemaligen Verbandsrechners und Löchgauer Kämmerers Andreas Ebner.“ Aufgrund der Turbulenzen sei man übereingekommen, den Verbandsvorsitz vom damaligen Vorsitzenden Möhrer zumindest vorrübergehend auf den stellvertretenden Vorsitzenden Kürner nach Markgröningen zu übertragen. Dies wurde dann auch Ende Oktober in einer Verbandsversammlung in Markgröningen bis zum Abschluss des Untersuchungsverfahrens beschlossen. Somit kamen die Verbandsgeschäfte mit Verbandsrechner und Geschäftsstelle am 1. Dezember 2006 nach Markgröningen.
„In den nun fast 16 Jahren als Vorsitzender der BWG hast du dich, lieber Rudolf, mit deiner stets überlegten sachlichen Art für die Belange aller acht Verbandskommunen und der Sicherung unserer Wasserversorgung eingesetzt“, würdigte Schäuffele das Engagement Kürners.