Bauträger für Sanierung „Große Zehntscheuer/Grüner Baum“ in Erligheim vorgestellt: Investor mit Anspruch und Erfahrung

Die Gemeinde Erligheim hat als Investor für das Quartier um die Große Scheune das seit 1890 bestehende Unternehmen JaKo Baudenkmalpflege ausgewählt.&x21e5;
Manuel KunzDas Areal hat uns fasziniert“, bekannte Bernd Jäger, der zusammen mit seinen beiden Brüdern das in Rot an der Rot beheimatete Unternehmen JaKo Baudenkmalpflege GmbH führt. In einem Investorenauswahlverfahren für das innerörtliche Erligheimer Areal „Große Zehntscheune/Grüner Baum“ haben Bürgermeister Rainer Schäuffele und der Gemeinderat den „Komplettdienstleister für denkmalgeschützte Gebäude“, wie Jäger seine Firma bezeichnete, aus drei Bewerbern in der letzten Gemeinderatssitzung im vergangenen Jahr ausgewählt.
Am Mittwoch wurde der Investor von Bürgermeister Schäuffele und Anna Heizmann, die als Projektleiterin der Stadtentwicklung GmbH (STEG) die Ortskernsanierung begleitet, im Innenhof vor der großen Zehntscheune vorgestellt. „Sie ist eine alte feine Lady“, merkte Jäger an. Um seine Faszination für das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert und die angrenzende frühere Turn-und-Taxis-Posthalterei sowie den „Grünen Baum“ zu verdeutlichen, betonte der Firmenchef: „Das Gebälk der Großen Scheune steht seit 600 Jahren, die Eichen dafür sind 300 Jahre gewachsen. Wir sprechen also von fast 1000 Jahren Geschichte.“ Nach seiner Einschätzung ist das Areal mit Zehntscheune, Gasthaus und ehemaliger Turn-und-Taxis-Posthalterei „ein Kunstwerk“ von mindestens regionaler Bedeutung. „Dem möchten wir wieder eine Zukunft geben“, so Jäger.
Über die notwendigen Investitionen für die Sanierung und Neugestaltung des Areals könnten zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Zahlen genannt werden, sagte Jäger. Die notwendige Summe könnte sich aber zwischen 15 bis 25 Millionen Euro bewegen. Dass mit JaKo Baudenkmalpflege ein kompetenter und leistungsfähiger Bauträger auswählt wurde, darüber besteht beim Bürgermeister und Gemeinderat kein Zweifel. Rund 180 Mitarbeiter hat das 1890 gegründete Unternehmen mit Sitz in Rot an der Rot und einer Dependance in Wien. Rund die Hälfte ist im handwerklichen Bereich beschäftigt, erläutert der Firmenchef, die andere Hälfte in der Planung. Sechs bis acht Projekte seien zurzeit in der Umsetzung, rund 20 in der Planung, darunter auch die Sanierung der Schlösser Kaltenstein in Vaihingen und Liebenstein in Neckarwestheim.
In den nächsten Monaten wird in enger Abstimmung mit der Verwaltung ein Planungs- und Nutzungskonzept erarbeitet, das im Sommer dem Gemeinderat vorgestellt wird. Die Planungen werden mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt. „Das Denkmalamt hat bereits Wohlwollen signalisiert“, sagte STEG-Projektleiterin Heizmann. Ende des Jahres sollen die Baugesuche auf den Weg gebracht werden. „Wir wissen, dass wir das hinbekommen, denn wir haben die Kompetenz im Haus“, so Jäger.