Bauern-Serie: „Sehr schöne Zwiebel, mit guter Qualität“

Christine Bayha bei der Ernte auf ihrem Zwiebelacker in Bönnigheim.
/Oliver BürkleAuf einer Fläche von insgesamt 25 Hektar werden im Bönnigheimer Hofgut Bellevue von Christine Bayha in diesem Jahr Zwiebeln angebaut. „Wir unterscheiden in unserem Betrieb vier Arten von Zwiebeln“, sagt die 33-Jährige, die seit 2023 in dritter Generation den landwirtschaftlichen Betrieb von ihren Eltern Marianne und Gerhard Bayha übernommen hat. Die Wintersäzwiebel wird Ende August beziehungsweise Anfang September ausgesät und ist dann die erste, die Ende Juni/Anfang Juli geerntet wird. Die aus dem Hausgarten bekannte Steckzwiebel, wird im März gepflanzt und kommen Ende Juli aus dem Boden, außerdem werden im Hofgut Bellevue die frühen und späten Sommersäzwiebeln angebaut. Beiden Sorten werden im März gesät, die frühen dieser Sorte waren nun Anfang August erntereif, die späten bleiben noch bis Ende September in der Erde.
„Das waren jetzt sehr schöne Zwiebeln“, sagt Christine Bayha und spricht von einer sehr guten Qualität, denn die Zwiebeln haben eine stabile Schale und die Früchte sind gesund. Der Ertrag ist nach ihrer Einschätzung in diesem Jahr durchschnittlich. Vor der Ernte musste bei den sommerlichen Temperaturen der Acker vorberegnet werden. Rund 15 Liter Wasser waren dabei pro Quadratmeter nötig, um die Ernte überhaupt zu ermöglichen. Dann wurde zunächst „geschlegelt“, dass heißt das Laub teilweise entfernt, dann die Fläche gerodet und die Zwiebel in Reihen abgelegt. Mit einem sogenannten Überladeband werden die Früchte dann zum Abtransport auf einen Anhänger befördert. Beim Einlagern im Betrieb werden die Zwiebel vorsortiert. „Jetzt sind sie zehn bis 14 Tagen in der Trocknung und werden dann sofort weiterverkauft“, erklärt Christine Bayha.
Nachdem am Dienstagabend mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter niedergingen, kann sich der landwirtschaftliche Betrieb von Christine Bayha bei der Wachstumsförderung eine zwei- bis dreitägige Beregnungspause gönnen.
Nach der Getreideernte stand die Stoppelbearbeitung auf dem Arbeitsplan. Dabei werden die Felder „gegrubbert“: Es wird der Boden flach gelockert und so die Erntereste durchmischt und eingearbeitet. Für diese Bearbeitung werden vorwiegend der Grubber und die Scheibenegge eingesetzt. Im Gegensatz zum Pflügen, bei dem die Erde gewendet wird, „wird beim grubbern die Fläche nur flach ausgerissen, damit das Ausfallgetreide auflaufen kann“, erklärt Christine Bayha. Außerdem wird jetzt der Grün-Dung auf den Getreidefeldern ausgesät, der bis Ende des Jahres, teilweise bis Anfang Februar, stehen bleibt.
Das Zwischenfazit der Betriebsleiterin zur bisherigen Ernte: „Von der Menge her, war es ehe durchschnittlich, bei der Qualität war die Braugerste sehr gut. Auch die Zwiebeln waren von Menge auch eher durchschnittlich, es hat die Wärme gefehlt.“
Im September steht dann der Beginn der Kartoffelernte an.