Zentralklinikum im Zollernalbkreis
: So lief die Abstimmung im Kreistag

In einer Sondersitzung in der Stadthalle Balingen debattierte der Kreistag lang wie breit über den Bau des Zentralklinikums. Am Ende steht ein klarer Mehrheitsbeschluss – pro Klinikbau.
Von
Sebastian Buck
Balingen
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Der Kreistag beschloss in einer Sondersitzung den Bau des Zentralklinikums.

Der Kreistag beschloss in einer Sondersitzung den Bau des Zentralklinikums.

Sebastian Buck
  • Der Kreistag stimmte für den Bau des Zentralklinikums in Balingen.
  • Kosten: 380 Millionen Euro, Baustart: erstes Quartal 2026.
  • Fertigstellung: 2031, Übergangslösung: Doppelstruktur in Albstadt und Balingen.
  • Mehrheitliche Zustimmung: 46 von 53 Räten, wichtige Unterstützer: Landrat Pauli, Klinikboss Hinger.
  • Emotionale Bedeutung: Rückgrat der medizinischen Versorgung im Kreis.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es wurde nochmals der ganz große Bahnhof aufgebaut in der Sondersitzung des Kreistages. Von Planungsanfang bis jetzt wurde nicht alles, aber doch sehr vieles nochmals präsentiert, was rund um den Neubau des Zentralklinikums zu wissen sein sollte. Kein Wunder, es ging nämlich nun wirklich darum, ob gebaut wird oder nicht. „Der Kreistag beschließt den Neubau des Zentralklinikums auf dem Gelände Firstäcker“, lautete der eigentlich zentrale Punkt in der Sitzungsvorlage. Die Gesundheitsversorgung sei ein „sehr emotionales Thema“, anerkannte Landrat Günther-Martin Pauli in seiner Eingangserklärung. Die Klinik, also auch die neue noch zu bauende, sei „das Rückgrat der medizinischen Versorgung im Kreis“, erklärte Pauli den Kreisräten.

Die wurden in der Folge nochmals umfassend informiert. Den Auftakt machte Klinikboss Gerhard Hinger, der nicht nur auf die defizitären Finanzen der aktuellen Doppelstruktur mit Albstadt und Balingen abhob, sondern auch auf die medizinische Notwendigkeit eines neuen zentralen Standorts – Stichwort Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz. Hinter dem bürokratischen Ungetüm verbergen sich zahlreiche Umwälzungen in der Abrechnung und Organisation.

Krankenhausreform ändert vieles

In Zukunft gibt es zum Beispiel statt wie bisher zwölf Fachabteilungen 30 Leistungsgruppen. Man komme schlicht nicht an einer Zentralisierung vorbei, so Hinger. So äußerten sich auch einige Kreisräte, gerade beim Blick auf die Finanzen. Stichwort Finanzen: 380 Millionen Euro soll das neue Klinikum kosten, das wolle man auch einhalten, versicherte Projektleiter Markus Riester glaubhaft. Auch mit Fördersummen ist zu rechnen.

Klares Votum für die neue Klinik

Schlussendlich stimmte der Kreistag dem Neubau der Klinik mehrheitlich zu. Von 53 anwesenden Räten votierten 46 dafür, fünf dagegen – darunter Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn – und zwei enthielten sich der Stimme. Schon vor der offiziellen Auszählung verkündete Landrat Pauli das mehrheitliche Ja zur neuen Klinik. Jetzt kann es also losgehen. Im ersten Quartal 2026 ist mit dem Baustart zu rechnen, wie Projektleiter Riester sagte. Der Rohbau soll im September des kommenden Jahres angegangen werden. Fertig ist die neue Klinik dann im Jahr 2031. Bis dahin hält man sich medizinisch noch mit der kürzlich umstrukturierten Doppel-Standort-Taktik in Albstadt und Balingen über Wasser. Doch die Weichen für die medizinische Zukunft im Zollernalbkreis, die hat der Kreistag nun final gestellt.