Zecken im Zollernalbkreis: So schützt man sich vor FSME und Co.

Zecken lauern in Gebüschen oder in hohem Gras und können Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen. Die kleinen Krabbeltiere, die mit ihren kurzen Beinen weder größere Abstände überqueren noch springen können, lassen sich von der elektrostatischen Ladung ihrer Wirte anziehen. Sie können damit den Forschern zufolge mehrere Millimeter oder sogar Zentimeter durch die Luft zurücklegen. ⇥
Patrick PleulAufgrund der milden Temperaturen steigt die Aktivität von Zecken an – und damit das Risiko, sich durch einen Zeckenstich mit einer gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erkrankung (FSME) zu infizieren. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Der Zollernalbkreis ist wie fast ganz Süddeutschland FSME-Risikogebiet.
Risikogebiet: Zollernalbkreis
Zecken halten sich besonders gerne im Unterholz oder Gebüsch sowie in hohen Gräsern und losem Laub auf. Von dort werden die Zecken von Menschen oder Tieren im Vorbeigehen unbemerkt abgestreift und mitgenommen.
Den besten Schutz vor einer FSME-Erkrankung bietet die Impfung. Das Gesundheitsamt Zollernalbkreis rät deshalb, den FSME-Impfschutz bei der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt überprüfen zu lassen.
Impfung wird empfohlen
„Die FSME-Impfung wird vor allem für Menschen in Risikogebieten empfohlen, die sich viel in der Natur aufhalten, sowie für bestimmte Berufsgruppen wie Förster, Waldarbeiter oder Jäger“, erläutert Benedict Blankenhorn, Leiter des Gesundheitsamtes.
In Baden-Württemberg wird die Impfung gegen FSME ohne geographische Einschränkung nahegelegt. Der Arztbesuch sollte gleichzeitig dazu genutzt werden, die Impfdokumentation auch hinsichtlich aller anderen öffentlich empfohlenen Impfungen überprüfen und gegebenenfalls den Impfschutz vervollständigen zu lassen.
Zeckenzange oder Pinzette
Wenn eine Zecke am Körper entdeckt wird, sollte sie möglichst schnell entfernt werden, am besten mit einer Pinzette oder mit einer speziellen Zeckenzange.
Man sollte sie auf keinen Fall mit Öl oder Klebstoff übergießen. Die Zecke sollte dabei möglichst nahe der Haut in deren Kopfbereich gefasst und vorsichtig und gerade (d.h. ohne Drehung) herausgezogen werden.
Im Anschluss sollte die kleine Wunde an der Stichstelle sorgfältig desinfiziert werden. Außerdem ist auf einen aktuellen Tetanusschutz zu achten.
Info Ein Merkblatt mit Informationen über FSME ist bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) abrufbar (https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/fsme/). Das Merkblatt enthält wertvolle Hinweise, was beim Thema FSME zu beachten ist, und ist in verschiedenen Sprachen verfügbar.
Schutz vor Erkrankung durch Zeckenstich
FSME Mit der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erkrankung (FSME) kann man sich durch einen Zeckenstich infizieren. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Den besten Schutz bietet laut Pressemeldung eine Impfung.
Risiko Der Zollernalbkreis ist – wie fast ganz Süddeutschland – FSME-Risikogebiet.
Zecken halten sich besonders gerne im Unterholz oder Gebüsch sowie in hohen Gräsern und losem Laub auf.