Windkraft im Zollernalbkreis
: Regionalverband trifft am Dienstag finale Entscheidung

Am 20. Januar entscheidet der Regionalverband in Dußlingen über die Planungsgebiete für Windkraft. Wir informieren aktuell mit Live-Ticker.
Von
Alexander Kauffmann
Zollernalbkreis
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Das Bild entstand im Frühling 2025 an der Verbindungsstraße von Weilheim nach Grosselfingen. Bisher ist die Sicht unverbaut. Zurrt der Regionalverband die Planflächen fest, stehen Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft bereit zum Bau mehrerer Anlagen, die den Ausblick von dieser Stelle künftig prägen könnten.

Das Bild entstand im Frühling 2025 an der Verbindungsstraße von Weilheim nach Grosselfingen. Bisher ist die Sicht unverbaut. Zurrt der Regionalverband die Planflächen fest, stehen Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft bereit zum Bau mehrerer Anlagen, die den Ausblick von dieser Stelle künftig prägen könnten.

Alexander Kauffmann
  • Der Regionalverband entscheidet am 20. Januar über Windkraft-Plangebiete im Zollernalbkreis.
  • Flächen wurden teils verkleinert.
  • Militärische Belange führten zur Streichung von Gebieten in Albstadt.
  • Live-Berichterstattung zur Abstimmung am Dienstag, 20. Januar, ab 9 Uhr auf www.swp.de/windkraft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gebiete, in denen der Bau von Windkraftanlagen möglich wäre, beschließt die Versammlung des Regionalverbands am Dienstag, 20. Januar. Es ist eine Abstimmung von entscheidender Bedeutung, denn sie setzt den Schlusspunkt unter eine jahrelang kontrovers geführte Diskussion.

Mit der Entscheidung in Dußlingen soll nun realisiert werden, was zuvor über Jahre hinweg vorbereitet worden war. Die Zustimmung der Mehrheit dürfte sicher sein - wenngleich die Debatte außerhalb des Gremiums deutlich schärfer geführt wurde.

Kritik an den Planungen kommt bekanntermaßen aus Albstadt. Oberbürgermeister Roland Tralmer fand bereits bei der Sitzung im August deutliche Worte, weil die ursprünglich auf der Gemarkung Albstadt vorgesehenen Gebiete aufgrund „militärischer Belange“ vollständig gestrichen wurden. Tralmer brachte schon damals eine juristische Option ins Spiel, 2025 dazu weiter ins Detail zu gehen.

Flächen verkleinert

Von Albstadt in den nord-westlichen Teil des Zollernalbkreises: Die Mitglieder der Kontra-Windkraft-Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ fanden insbesondere in Haigerloch, Rangendingen und Grosselfingen viele Unterstützer. Auch dort gab es einige Veränderungen am Zuschnitt der Plangebiete. Die größten davon:

Die Fläche des Bereichs ZAK-01 (in Grosselfingen, Weilheim, Rangendingen/Schlechtenhart) wurde wegen erweitertem Siedlungsabstand von 347 auf 298 Hektar verkleinert; ZAK-08 (Burladingen) von 400 Hektar auf 258 Hektar wegen einer militärischen Hubschrauberflugstrecke; ZAK-11 (Straßberg/Winterlingen) von 587 auf 505 Hektar, ebenfalls aufgrund militärischer Flugbeschränkungen.

Insgesamt sind in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb rund 7035 Hektar für Flächen vorgesehen, auf denen Windkraftanlagen errichtet werden könnten. Davon entfallen rund ein Viertel auf den Zollernalbkreis.

Über die Entscheidung des Regionalverbands berichtet unsere Redaktion live vor Ort. Unser Live-Ticker wird am Dienstag von 9 Uhr an fortlaufend aktualisiert und ist zu finden auf www.swp.de/windkraft