Weltladen-Aktion: Osterhasen streiken auf dem Balinger Marktplatz

Zwei Osterhasen als Aktivistinnen: Auf dem Balinger Marktplatz wurde auf Missstände im Kakaoanbau aufmerksam gemacht.
Nina Amann- Zwei Osterhasen protestierten auf dem Balinger Marktplatz gegen Missstände im Kakaoanbau.
- Sie informierten darüber, dass viele Schokoladen mit unfair gehandeltem Kakao produziert werden.
- Die Aktion sammelte Unterschriften für die Kampagne "Make Chocolate Fair".
- Weltladen bietet faire Schokolade und weitere Produkte an.
- Schokoladen von fairAfrique und GEPA bieten bessere Bedingungen für Kakaobauern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Samstag hoppelten zwei große „Hasen“ über den Balinger Marktplatz und informierten darüber, dass die meisten Schokoladen, inklusive Schoko-Hasen, mit nicht fair gehandeltem Kakao produziert werden und somit den Kakaobauern kein existenzsicherndes Einkommen sichern. Die Folgen sind Armut und Kinderarbeit.
Allein in Ghana und der Elfenbeinküste zum Beispiel arbeiten gut 1,5 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen. Die Mehrheit der rund 5,5 Millionen Kakaobäuerinnen und -bauern weltweit lebt in Armut und kann nicht in einen nachhaltigen Kakaoanbau investieren, was sie oft dazu zwingt, ihre Plantagen in Regenwaldgebiete auszuweiten und immer mehr Pestizide einzusetzen – mit schweren Folgen für Mensch und Umwelt.
Unterschriftenliste liegt weiter aus
Auf diese Missstände machten die beiden „Hasen“ und der Infostand des Weltladens aufmerksam und zeigten auch einen Ausweg auf: Eine umweltfreundlichere und vor allem menschenwürdige Alternative zu Milka, Nestle, Lindt und Co. seien unter anderem Schokoladen von fairAfrique und GEPA, die „ihren“ Bäuerinnen und Bauern existenzsichernde Preise, langfristige Verträge und eine qualitätssteigernde Beratung garantierten.
Die Weltladenmitarbeiterinnen zeigten sich zufrieden mit ihrer Aktion, denn sie konnten einige fruchtbare Gespräche führen und viele Unterschriften für die Kampagne „Make Chocolate Fair“ sammeln, die von den großen Schokoladenkonzernen faire Bedingungen für Kakaobäuerinnen und -bauern fordert. Im Balinger Weltladen gebe es derweil nicht nur faire (Oster-)Schokolade, sondern auch viele weitere fair gehandelte Lebensmittel und Handwerksprodukte – und die Unterschriftenliste für „Make Chocolate Fair“ liegt dort auch noch aus.
