Weihnachtsmarkt in Freudenstadt
: Der große Winterzauber wird abgesagt – weil Händler fehlen

Der große Weihnachtsmarkt auf dem Freudenstädter Marktplatz wird 2023 nicht stattfinden. Wie schon 2022, wird es wieder nur eine kleine Ersatzveranstaltung geben.
Von
swp
Freudenstadt
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Einen großen Weihnachtsmarkt auf dem Freudenstädter Marktplatz wird es auch dieses Jahr nicht geben.

Stadtmarketing Freudenstadt

„Leider muss auch in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt auf dem oberen Marktplatz abgesagt werden, da erneut die Beschicker fehlen“, teilt die Stadt Freudenstadt mit. Stattdessen gebe es wieder einen Wintergarten. Allerdings soll in diesem Jahr auch die Innenstadt weihnachtliches Flair verströmen. Das geben Stadtverwaltung und der Verein Freudenstadt-Marketing in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Nur 18 Bewerber haben Interesse

„Wir hatten insgesamt 18 Bewerber. Nötig wären mindestens 65, besser noch mehr als 80 Teilnehmer“, wird Lukas Gauss vom Verein Freudenstadt-Marketing zur Absage des Weihnachtsmarkts zitiert. Von den 18 Bewerbern seien etwa die Hälfte Gastronomen.

Personalprobleme, Kosten oder komplette Geschäftsaufgabe

Die Händler begründeten ihre Absagen vor allem mit Personalproblemen, Kosten oder einer Geschäftsaufgabe als Folge der Pandemie. Oberbürgermeister Julian Osswald bedauert die Absage des Weihnachtsmarkts, heißt es in der Pressemitteilung.

Er habe aber Verständnis für die Entscheidung. Thomas Aurich, Vorsitzender von Freudenstadt-Marketing, erklärt: „Diese geringe Zahl von Anmeldungen ist enttäuschend und lässt keine Spielräume für andere Entscheidungen. Das ist finanziell nicht vertretbar und gäbe auch kein gutes Bild ab.“

Frühzeitig Weichen für „Wintergarten“ stellen

Jetzt wollen Stadtverwaltung und Freudenstadt Tourismus frühzeitig die Weichen für einen „Wintergarten“ im Kurgarten stellen, wie bereits im vorigen Jahr. Freudenstadt-Marketing kündigt an, der Freudenstadt Tourismus als Organisatorin in Kürze eine Liste mit den Kunsthandwerkern und Gastronomen zukommen zu lassen, die sich für den Weihnachtsmarkt beworben haben.

Händler rund um den Marktplatz mit einbeziehen

„Aufgrund des großen Erfolgs im vorigen Jahr gehen wir davon aus, dass wir weitere Interessenten für den Wintergarten haben werden“, so die stellvertretende Tourismusdirektorin Carolin Moersch. Darüber hinaus soll den Händlern um den Marktplatz die Gelegenheit gegeben werden, in der Weihnachtszeit eigene Hütten vor den Geschäften aufzustellen und zu betreiben. Damit könnte ein dezentraler Weihnachtsmarkt unter der Regie der Händler um den Marktplatz entstehen, so die Hoffnung.