Waldbrand in Schramberg
: Einsatzkräfte aus dem Zollernalbkreis unterstützen Löscharbeiten

Einsatzkräfte aus dem Zollernalbkreis unterstützen seit Montagvormittag die Löscharbeiten des Waldbrandes nahe Schramberg. Der im Kreisgebiet in der Luft liegende Brandgeruch ist nicht gesundheitsgefährdend.
Von
Benjamin Roth
Schramberg/Zollernalbkreis
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Die Flughelfergruppe der Vegetationsbrandeinheit des Zollernalbkreises ist am Montag in Schramberg im Einsatz.

Die Flughelfergruppe der Vegetationsbrandeinheit des Zollernalbkreises ist am Montag in Schramberg im Einsatz.

Landratsamt Zollernalbkreis
  • In Schramberg brennt seit Sonntagnachmittag eine größere Waldfläche, Wind und Trockenheit fördern dies.
  • Mehrere hundert Feuerwehrleute sind im Dauereinsatz – teils erschwert durch steiles Gelände.
  • Seit Montagvormittag unterstützt die Vegetationsbrandeinheit aus dem Zollernalbkreis mit Flughelfern.
  • Ein Löschhubschrauber brachte unzugängliche Brandstellen unter Kontrolle, auch Reutlingen hilft.
  • Brandgeruch war im Zollernalbkreis deutlich wahrnehmbar, laut Landratsamt nicht gesundheitsgefährdend.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am späten Sonntagnachmittag ist in Schramberg im Nachbarlandkreis Rottweil eine größere Waldfläche in Brand geraten. Das Feuer breitete sich angesichts der Trockenheit und der starken Winde schnell aus. Das teils steile Gelände erschwert die Löscharbeiten ungemein. Seit Brandausbruch sind mehrere hundert Feuerwehrleute rund um die Uhr im Einsatz.

Darunter sind am Montag auch Einsatzkräfte aus dem Zollernalbkreis. Wie das Landratsamt  informiert, sind seit dem Vormittag neun Kräfte der Flughelfergruppe der Vegetationsbrandeinheit des Zollernalbkreises mit Kreisbrandmeister Sven Röger in Schramberg. Eingesetzt ist die Gruppe gemeinsam mit der Hubschrauber-Staffel der Polizei nahe Tennenbronn.

Löschhubschrauber zeigt Wirkung

Wie sich am frühen Montagnachmittag offenbarte, hat der Einsatz des Löschhubschraubers Wirkung gezeigt. Das Feuer im steilen Gelände, welches von bodengebundenen Feuerwehrleuten nicht erreicht werden konnte, ist so unter Kontrolle gebracht worden.

Ebenfalls eingebunden in diesen Einsatz ist die Feuerwehr Reutlingen. Unterstützung kommt zudem von den Feuerwehren Schömberg  und Balingen. Auf Nachfrage informiert ein Sprecher des Landratsamtes, dass neun Einsatzkräfte aus Schömberg mit einem Löschfahrzeug und drei Einsatzkräfte aus Balingen mit einem Wechselladerfahrzeug in Schramberg beteiligt sind.

Waldbrandeinheit hat erst kürzlich geübt

Die Vegetationsbrandeinheit des Zollernalbkreises hatte erst in diesem Jahr ähnliche Szenarien – wie jenes, das nun in Schramberg Realität wurde – erfolgreich geübt. Dies ebenfalls mit der Hubschrauber-Staffel der Polizei auf dem Albstädter Degerfeld. Dabei standen unter anderem unterschiedliche Verfahren zur Wasseraufnahme mit dem sogenannten Bambi-Bucket, einem Löschwasserbehälter, im Fokus. Besonderes Augenmerk lag auch auf den Schnittstellen zwischen Boden- und Luftkräften: von der Einrichtung geeigneter Wasserentnahmestellen über die logistische Bereitstellung des Löschwassers bis hin zur präzisen Koordination der Abwürfe durch die Polizeihubschrauberstaffel, wie das Landratsamt damals in einer Pressemitteilung erläuterte.

Einsatzkräfte aus dem Zollernalbkreis unterstützen die Löscharbeiten in Schramberg.

Einsatzkräfte aus dem Zollernalbkreis unterstützen die Löscharbeiten in Schramberg.

Landratsamt Zollernalbkreis

Zudem bildet sich die Vegetationsbrandeinheit des Landkreises regelmäßig fort. Erst vor wenigen Tagen waren vier Mitglieder in Kroatien und haben dort an einem Ausbildungsprogramm zur Vegetationsbrandbekämpfung teilgenommen. Ziel war es, Erfahrungen in einem Land zu sammeln, das regelmäßig von großflächigen Vegetationsbränden betroffen ist. Auch hierüber informierte die Kreisbehörde in einer Presseverlautbarung.

Anrufer melden Brandgeruch

Dass sich größere Waldbrände auch vor der eigenen Haustür ereignen können, hat das Feuer nahe Schramberg nun vor Augen geführt. Der Brandgeruch war bereits am Sonntagabend in weiten Teilen des Zollernalbkreises deutlich wahrnehmbar. Über die Nina-Warn-App hat das Landratsamt die Bürger vor der Geruchsbelästigung gewarnt und darum gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Wie der Kreissprecher weiter informiert, seien am Sonntagabend zahlreiche Anrufe bei der Leitstelle eingegangen, die auf den Brandgeruch aufmerksam gemacht haben. Gesundheitsgefährdend sei der Rauchgeruch, der durch den Regen am Montagvormittag deutlich abgenommen hat, indes nicht.