Vertreter des Hauses der Volkskunst zu Gast in China
: Sie bringen die schwäbische Kultur ins Reich der Mitte

Die Vorfreude steigt: Am 29. August brechen 25 Mitglieder des Balinger Danzensembles zur internationalen Jugendbegegnung nach China auf.
Von
Andrea Maute
Dürrwangen
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Freuen sich auf die Chinareise

Eine Woche werden Mitglieder des Balinger Danzensembles aus dem Haus der Volkskunst in Dürrwangen in China verbringen.

Haus der Volkskunst
  • 25 Mitglieder des Balinger Danzensembles reisen am 29. August zu einer Jugendbegegnung nach China.
  • Gastgeber sind die Stadt Xi’an und die Xi’an International Studies University – Partner seit 2018.
  • Hintergrund: 2018 wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der Austausch ruhte während Corona.
  • Die Gruppe bringt Trachten und Musik mit Dudelsack, Harfe, Hirtenhorn, Trommel und Geigen mit.
  • Rückkehr ist am 6. September geplant, ein Gegenbesuch chinesischer Studierender ist für 2027 vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ungenutzte Gelegenheiten, um Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen, sind verpasste Erkenntnisse, heißt es. Das Haus der Volkskunst in Dürrwangen ist Kulturzentrum, Jugendbegegnungsstätte und Internationaler Treffpunkt gleichermaßen. Und es lebt nicht zuletzt vom Austausch mit anderen Kulturen.

Schon in wenigen Tage wird ein weiteres Kapitel in Sachen Völkerverständigung aufgeschlagen. Am 29. August brechen 25 Mitglieder des Balinger Danzensembles aus dem Haus der Volkskunst zu einer internationalen Jugendbegegnung nach China auf.

Die Gruppe aus Deutschland ist dabei zu Gast in der Millionen-Metropole Xi`an, die Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Shaanxi und eine der historisch bedeutendsten Metropolen des Landes ist. Dort befindet sich nicht nur die berühmte „Terrakotta-Armee“, sondern auch die Xi`an International Studies University (XISU), eine der führenden Fremdsprachenhochschulen des Landes, deren Schwerpunkt unter anderem der internationale Austausch ist. Neben der Stadt Ankang, die im Süden der chinesischen Provinz Shaanxi am Fluss Han Jiang liegt, ist die Universität Hauptpartner des Jugendkulturaustausches.

Kooperationsvertrag unterzeichnet

Dieser nahm im Jahr 2018 seinen Anfang, als das Jugendtanzleiter-Ensemble mit Mitgliedern aus ganz Baden-Württemberg nach China reiste und dort unter anderem in Xi`an, Nanjing und Shanghai zu Gast war.

In feierlichem Rahmen wurde damals ein Kooperationsvertrag zwischen der Xi`an International Studies University und dem Haus der Volkskunst/Schwäbischer Albverein geschlossen. „Um die kulturellen und zwischenmenschlichen Kontakte zwischen chinesischen und deutschen Jugendlichen zu fördern und die gegenseitige Völkerverständigung zu pflegen, wird ein Kulturaustausch-Kooperationsprogramm zwischen beiden Parteien vereinbart“, heißt es darin. Unterzeichner waren Professor Zhang Sisheng, Prodekan der Fakultät für Deutsch der Universität XISU, und Manfred Stingel, Kulturratsvorsitzender des Schwäbischen Albvereins und Leiter des Hauses der Volkskunst.

„Die chinesischen Studenten hatten Interesse an deutschen Kontakten, um Einblick in die deutsche Kultur zu bekommen und die deutsche Sprache besser zu lernen“, berichtet Manfred Stingel.

In der Folge wurde der Vertrag mit Leben gefüllt und die jungen Leute aus Deutschland und China trafen sich zum Austausch. Doch dann kam Corona. „In dieser Zeit ist der Kontakt leider wieder eingeschlafen“, lässt der Leiter des Hauses der Volkskunst wissen. Und auch in den Folgejahren sei es schwierig gewesen, diesen weiter zu pflegen. Denn unmittelbar nach Beginn des Ukrainekriegs war die Kriegsangst bei chinesischen Jugendlichen, Studierenden und Teilnehmenden von Austauschprogrammen groß.

In diesem Jahr möchte man den bereits geknüpften Faden nun sprichwörtlich wieder aufnehmen. „2026 und 2027 wollen wir wieder einen gegenseitigen Besuch organisieren und wagen“, so Manfred Stingel.

Im Rahmen eines Vorbereitungswochenendes haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Jugendkulturaustausch vorbereitet und, wie der Leiter des Hauses der Volkskunst berichtet, dabei auch ihre eigene Kultur besser kennengelernt.

Einblicke in die Kultur des jeweils anderen

Eben diese werden sie beim Aufbruch nach China am 29. August im Gepäck haben. „Wir nehmen unsere Volkskultur mit“, sagt Manfred Stingel, der ebenfalls Mitglied der Reisegruppe ist. Den Gastgebern wird dabei nicht nur viel fürs Auge - die schmucken Balinger Trachten -, sondern auch fürs Ohr viel geboten. Denn mit Instrumenten wie Dudelsack, Harfe, Hirtenhorn, Trommel und Geigen wird die Gruppe Wacholderklang Tanz und Gesang musikalisch umrahmen und die Heimat repräsentieren.

Im Gegenzug freuen sich die Gäste aus Deutschland auf interessante Einblicke in die chinesische Kultur.

Je näher der Reisetermin rückt, desto größer wird die Vorfreude. „Ich bin schon sehr gespannt, was sich in der Zwischenzeit alles verändert hat“, sagt Manfred Stingel angesichts des rasanten Tempos, in dem sich nahezu alle Lebensbereiche in China weiterentwickeln.

Eine Woche hat die deutsche Gruppe Zeit, all das auf sich wirken zu lassen. Um am 6. September mit ganz vielen neuen Eindrücken wieder nach Hause zurückzukehren.

Der Gegenbesuch der chinesischen Studierenden ist dann im Jahr 2027 geplant.