Übergangslösung im Freibad Balingen: Aus dem Kinderbecken wird ein Sandkasten

Statt geplantscht wird hier in nächster Zeit gesandelt: Das Kinderbecken im Freibad Balingen wurde übergangsweise zum Sandkasten.
Andrea Maute- Kinderbecken im Freibad Balingen bleibt diese Saison wegen Fliesenschäden geschlossen.
- Übergang: Das Becken wurde mit 27 Tonnen Sand gefüllt und als Sandkasten freigegeben.
- Stadt betont Zwischenlösung, ein Neubau gilt als erforderlich und wird geplant.
- Nutzung fällt geringer aus als beim Becken, dennoch zeigen Gäste weitgehend Verständnis.
- Freibad Engstlatt ist seit gestern wieder offen – drei Freibäder stehen Familien wieder zur Verfügung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Familien mit Kleinkindern hat die Nachricht kalt erwischt: Das Kinderbecken im Balinger Eyachbad muss wegen gravierender Schäden am Fliesenbelag geschlossen bleiben. Auch die Hoffnung auf schnelle Abhilfe schmolz wie Eis in der Sonne. Denn die Situation am Kinderbecken lasse, so war vonseiten der Stadt zu erfahren, eine kurzfristige Sanierung leider nicht zu.
Eine ganze Saison ohne Planschmöglichkeit für die jüngsten Badegäste – das schmerzt. Jetzt gibt es allerdings ein kleines Trostpflaster für den sprichwörtlich ins Wasser gefallenen Badespaß: Das Kinderbecken wurde kurzerhand mit Sand gefüllt.
Ganze 27 Tonnen waren dafür nötig, die, wie ein mit der Pflege der Grünanlagen betrauter Mitarbeiter berichtet, von zwei Mischwagen mit Förderband an Ort und Stelle gebracht wurden.
Auf welchen Zeitraum ist diese Zwischenlösung ausgelegt? „Der Sandkasten bleibt für die laufende Saison definitiv bestehen, das Kinderbecken muss in dieser Saison geschlossen bleiben“, lässt Bürgerreferentin Tamara Sauer auf Anfrage wissen. Ein weiterer Instandsetzungsversuch sei nicht vorgesehen, denn fachlich zeige sich, „dass hierfür ein grundlegender Neubau erforderlich wäre.“
Das städtische Hochbauamt erarbeite bereits Vorschläge für einen möglichen Beckenneubau. „Über das weitere Vorgehen, den Zeitplan und die Finanzierung wird der Gemeinderat zeitnah beraten und entscheiden.“
Sandkasten nur „eine Zwischenlösung“
Auch wenn der Sandkasten das Wasserbecken freilich nicht ersetzen kann, beschert die Übergangslösung den Kleinen wenigstens eine zusätzliche Spielfläche. Gleichzeitig muss das stillgelegte Becken nicht abgesperrt werden, da die Verletzungsgefahr durch die Sandfüllung gebannt ist. Dass der so entstandene neue Spielbereich schon getestet wurde, zeigen bunte, am Rand liegende Sandförmchen.
Wie kommt diese Übergangslösung bei den Gästen an? „Direkte Rückmeldungen von Familien erreichen uns bislang nur vereinzelt“, erklärt Tamara Sauer. Der Sandbereich werde zwar angenommen, „allerdings in deutlich geringerem Umfang als das funktionsfähige Kinderbecken zuvor“. Er sei, schickt sie hinterher, „aber ausdrücklich auch nur als Zwischenlösung gedacht. Und nicht als Ersatz.“
Obwohl viele natürlich enttäuscht seien, dass das Kinderbecken den ganzen Sommer über geschlossen bleiben müsse, hätten die Allermeisten dennoch Verständnis für die Situation, ist vonseiten des Freibadpersonals zu erfahren.
„Die Stadt hat wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um kurzfristig noch eine Lösung zu finden“, betont ein Mitarbeiter. Auch wenn dies für die aktuelle Saison nicht mehr gelungen sei: „Man ist dran“, unterstreicht er die Ausführungen der Bürgerreferentin.
Freibad Engstlatt wieder geöffnet
Unterstützung hatte, unmittelbar nach der Nachricht über den Schaden am Kinderbecken, der Bürgermeister von Geislingen, Oliver Schmid, angeboten. Denn die Badegäste in Balingen erhielten nicht nur in Sachen Eyachbad einen herben Dämpfer. Fast zeitgleich wurde auch mitgeteilt, dass das Freibad Engstlatt aufgrund eines Risses in der 35 Jahre alten Beckenfolie nicht wie geplant in die Saison starten kann.
Während der Schließung dieses Bades erhielten Besitzer einer Dauerkarte für Engstlatt beziehungsweise Inhaber einer Familienkarte für Balingen kostenlosen Eintritt ins Schlossparkbad Geislingen.
Dass die Besuche insbesondere von Familien mit Kleinkindern seit Schließung des Kinderbeckens im Balinger Bad seltener geworden sind, kann Tamara Sauer bestätigen. „Viele sind in dieser Zeit nach Streichen oder Geislingen ausgewichen“, sagt sie. Mit den Besucherzahlen im Freibad sei man – nicht zuletzt dank des derzeit sommerlichen Wetters – aber insgesamt „sehr zufrieden.“
Gute Nachrichten gibt es indes aus Engstlatt. „Seit 1. Juli ist das dortige Freibad wieder geöffnet, sodass den Balinger Familien nun wieder drei Freibäder zur Verfügung stehen.“
