Hasenpest im Zollernalbkreis: Nun gibt es doch Fälle in der Region

Feldhasen sind im Zollernalbkreis noch nicht von der Hasenpest betroffen. Menschen von der Tularämie allerdings schon, zumindest in der Vergangenheit.
Thomas Warnack/dpa- Hasenpest im Landkreis Sigmaringen: Drei Tiere starben.
- Im Zollernalbkreis gibt es keine Fälle bei Tieren, aber Menschen sind betroffen.
- Eine Leserin meldet, dass ihr Vater 2024 an Tularämie erkrankte und starb.
- Landratsamt bestätigt seltene Tularämie-Fälle beim Menschen: zwei in 2024, einer in 2025.
- Ansteckungsorte der Patienten sind unbekannt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die E-Mail einer Leserin ploppt am Freitagmorgen im Postfach der Redaktion auf. Sie habe den Artikel zur Hasenpest im Zollernalbkreis gelesen, schreibt sie – und ist empört. Denn die Aussage aus dem Landratsamt, dass es in den vergangenen Jahren keine Fälle der Hasenpest gegeben habe, sei „falsch“, schreibt die Leserin. Ihr eigener Vater sei im Jahr 2024 an Tularämie erkrankt und am Ende auch an der Krankheit verstorben. „Die Diagnose der Hasenpest wurde leider erst post mortem bestätigt. Da es sich bei Tularämie um eine meldepflichtige Erkrankung handelt, sollte diese Information entsprechend bekannt sein“, heißt es in der Mail.
Und in der Tat hat man diese Information auch im Zollernalbkreis-Landratsamt erhalten. Auch dorthin ging die Mail der Leserin, wie Pressesprecher Steffen Maier bestätigt. Die hausinternen Nachforschungen ergeben dann tatsächlich einen Treffer, allerdings mit einem feinen Unterschied. „Als Hasenpest wird üblicherweise die Erkrankung bei Hasen bezeichnet, bei Menschen wird sie Tularämie genannt. Der Erreger ist derselbe“, schreibt Maier und präzisiert: Fälle bei Tieren hätte man in der Tat in den vergangenen Jahren keine gemeldet bekommen. Aber: „Tularämieinfektionen beim Menschen sind im Landkreis in den zurückliegenden Jahren äußerst selten, in manchen Jahren wurden keine Fälle festgestellt. Im Jahr 2024 wurden im Kreis zwei Fälle gemeldet. Für das Jahr 2025 liegt eine Meldung vor. Der Ansteckungsort konnte in keinem der drei Fälle ermittelt werden.“ Sprich: Die Patienten selbst sind im Zollernalbkreis, die Ansteckung kann aber außerhalb erfolgt sein.

