Tiermaskenumzug in Rangendingen: Wo sich Fuchs und Uhu tummeln

Dicht an dicht drängten sich die Zuschauer in der Ortsmitte von Rangendingen. Der Tiermaskenumzug bot ihnen ein buntes Fasnetsbild.
Klaus Stifel- Zweiter Tiermaskenumzug in Rangendingen mit 1200 Hästrägern und über 2000 Zuschauern.
- Anlass: 25. Geburtstag der Strohbären der Narrenzunft Jägi.
- Tierische Masken und närrische Gruppen aus verschiedenen Regionen sorgten für Spaß.
- Hexengruppen, Lumpenkapellen und Schabernack mit Zuschauern belebten das Event.
- Kommentierung und Gewehrschüsse begleiteten den Umzug.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was für ein wunderschönes und außergewöhnliches Ereignis, mit fast ausschließlich Tiermasken! Da hätten sich Tierfilmer wie Heinz Sielmann oder Bernhard Grzimek wohl verwundert die Augen gerieben: Was machen Vögel, Bären, Dachse, Wölfe, Mäuse, Wildkatzen, Esel, Hasen, Füchse und Wildschweine mitten in Rangendingen auf der Straße? Doch an der Fasnet ist eben alles möglich.
Strohbären feiern Geburtstag
So traf sich am Sonntag allerlei närrisches Getier zum zweiten Tiermaskenumzug in Rangendingen. Anlass war der Geburtstag der Rangendinger Strohbären mit ihren Treibern, die seit 25 Jahren zur Narrenzunft Jägi gehören. 1200 Hästräger aus 29 Narrenzünften, Narrenvereinen und Gruppen hatten sich eigentlich gemeldet. Auf den letzten Drücker kamen noch drei dazu.

Dieses imposante Wildschwein hatte es nicht weit zum Tiermaskenumzug in Rangendingen. Begleitet wurde es von den Oachwaldxeha, die alle Hände voll zu tun hatten, das Tier im Zaum zu halten, sehr zur Freude der Zuschauer.
Klaus StifelÜber 2000 bestens gelaunte Zuschauer, teils in Dreier- und Vierreihen, bildeten bei bestem Wetter und fast schon frühlingshaften Temperaturen ein würdiges Spalier für die vielen Narren. Vorne weg marschierte natürlich die Narrenzunft Jägi als Gastgeber mit ihren Strohbären und Jägen (Eichenhäher).
Mühla-Katza und Kirchamäus
Hinterher lief gleich die Narrenzunft Obernau („Obernauer Esel“) mit lebenden Maultieren, gefolgt von den Bisinger Nichthuldiger und Kirchenmäus, den Riedwald-Wölfen aus Mittelstadt, den Krautskräga-Mühla-Katza Betzingen, den Schafberg-Meckerer aus Schaffhausen, den Werwölfen aus’m Gäu, den Hasawedel aus Boll. Mit dabei auch die Walddorfer Dachmarder, Owinger Füchse mit Fuchsgräbern, die Wölfe aus Sickenhausen, die Frech-Dachse aus Rottenburg, die schweinischen Ranzenpuffer aus Kirchentellinsfurt, die Wildsäue aus Weiler, die Bära-Datza aus Sulgen, die Speckfresser aus Hart mit ihrem Bären, die Stoi-Adler aus Großbettlingen, die Höllen-Otter aus Reutlingen, die Uhus aus Schlatt, die Rottenburger Rammertbären und die Bären und Wölfe aus Fellbach. Hexengruppen kamen aus Bietenhausen und Hart, „Sandsäcke“ aus Engstlatt.

Na, wer hat sie erkannt, die hübschen Füchse? Klar, das können nur die Owinger sein, die da so freundlich dreinblicken.
Klaus StifelMehrere und Lumpenkapellen brachten den Umzug immer wieder in Schwung. Besonders laut war der Jubel, wenn Pyramiden gelangen. Das war sehr oft der Fall. Die wilden Tiere trieben ihren Schabernack mit den Zuschauern: Wer von den Mädchen nicht aufpasste, landete schnurstracks im Strohbad. Und auch auf die Schnürsenkel hatten es die kostümierten Tiere abgesehen.

Immer gut für eine schaurig-schöne Einlage: Die Apollonia-Hexa aus Bietenhausen mischten den Tiermaskenumzug gehörig auf.
Klaus StifelModeriert und für die Zuschauer kommentiert wurde der Umzug von zwei Stellen aus. Laut angeschossen wurde der Lindwurm von Gewehrschützen des Schützenvereins Rangendingen.

Masken? Die hatten diese Obernauer Esel nicht nötig. Die Grautiere liefen brav beim Umzug mit, sehr zur Freude des Publikums.
Klaus Stifel