Tagespflege in Schömberg
: Sozialstation macht Platz für Wohnen im Verbandsgebäude

Die Sanierung des Verbandsgebäudes wird vorbereitet. Die Sozialstation Schlichemtal zieht dort aus und übernimmt die Tagespflege in Schömberg. Was das für die Tagespflege in Rosenfeld bedeutet.
Von
Karin Mitschang
Dormettingen/Schömberg/Rosenfeld
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Sitzung des Verwaltungsrats des Gemeindeverwaltungsverbands Oberes Schlichemtal: Der Mitarbeiter des Architekturbüros Messmer stellte sich und seine Firma vor.⇥

Karin Mitschang

Als „Quantensprung“ für den Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Oberes Schlichemtal und seine Mitgliedsgemeinden hat Anton Müller die geplante Sanierung des Verbandsgebäudes in Schömberg am Donnerstagmorgen bezeichnet. „Nach einer schmerzlichen Phase des Umbaus“ werde man zukunftsfähige, gut ausgestattete Arbeitsplätze vorweisen, sagte der Verbandsvorsitzende.

In dem Gebäude soll auch weiterhin Wohnraum angeboten werden, hat der Verwaltungsrat nach einiger Diskussion beschlossen. Zwar müsse die Verwaltung laut Joachim Lippus (Bürgermeister Dautmergen) immer mehr Aufgaben meistern und will daher großzügig Räume behalten. „Das ganze Gebäude brauchen wir aber sicher nicht“, sagte Müller. Bisher ist bereits eine Wohnung vermietet, eine weitere stehe leer. Das endgültige Raumprogramm werde erst später aufgestellt.

Sozialstation übernimmt Tagespflege

Das Büro der Sozialstation Oberes Schlichemtal will Ende April aus dem GVV-Gebäude ausziehen und übernimmt in Schömberg die Tagespflege beim Bahnhof in der Brühlstraße mit 27 Plätzen. Dort werde es auch ein Büro beziehen, wurde in der Sitzung informiert. Die Tagespflege Schömberg werde zum 1. Mai abgegeben, da die bisherige Leitung aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet.

Dass die Sozialstation Oberes Schlichemtal schon zum Ende April aus dem Mietvertrag mit dem GVV in Schömberg aussteigen kann, dem stimmte der Verwaltungsrat zu. „Die Tagespflege Schömberg liegt mitten im Geschäftsgebiet der Sozialstation und ist eine sehr gute Erweiterung des bisherigen Tagespflegeangebots“, sagte Müller. Im ambulanten Pflegebereich sei die Sozialstation bereits auch im Bereich Oberes Schlichemtal tätig – daher die bisherige Außenstelle beim GVV.

Mitarbeiter mitnehmen

Eingangs hatten sich das „Kölmel Büro für Planung und Baustatik“ aus Balingen sowie das „Messmer Architektur“ aus Wehingen dem Gremium vorgestellt. Hinterher hatten die Mitglieder die Qual der Wahl, „ein Luxusproblem“, wie Müller sagte. Er plädierte zwar für das Büro Kölmel, meinte aber, „egal was wir entscheiden, wir machen nichts falsch“. Fünf Mitglieder votierten für Messmer Architektur, da dieses alle Fachbüros bereits inhäusig habe. Drei sprachen sich für Kölmel aus. Einstimmig erging dann der Beschluss, das Büro Messmer zu engagieren.

Tommy Geiger, Bürgermeister in Ratshausen, plädierte dafür, frühzeitig mit den betroffenen GVV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sprechen, „um die Chance zu nutzen, diese mitzunehmen“ und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Auch Müller und andere Ratsmitglieder stimmten diesem Vorgehen zu. „Wir sind jetzt noch bei null und es gibt noch kein Raumprogramm“, betonte der Vorsitzende.

Auf Nachfrage unter anderem von Karl-Josef Sprenger, Bürgermeister in Schömberg, bestätigte die Verwaltung, dass für die Sanierung des Verbandsgebäudes ein Konzept entwickelt wird, das auch zum Ziel hat, sämtliche möglichen Förderprogramme zu nutzen.

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Plätze bietet die Sozialstation Oberes Schlichemtal bisher in Rosenfeld an. Zu diesen werden sich 27 weitere gesellen: Sie übernimmt die Tagespflege Schömberg.