Staatsanwaltschaft untersucht
: Hat ein Feuerwehr-Kassier Geld aus der Kasse veruntreut?

Die Staatsanwaltschaft Hechingen prüft, ob es einen Anfangsverdacht auf Untreue gegen ein Schömberger Feuerwehr-Mitglied gibt. Die Stadt hatte Anzeige erstattet.
Von
Karin Mitschang
Schömberg
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Hat der ehemalige Kassierer der Feuerwehr in Schömberg Geld veruntreut? Davon geht die Stadt aus. Nun prüft die Staatsanwaltschaft, ob es einen Anfangsverdacht wirklich gibt.

Monika Skolimowska/dpa

Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung der Feuerwehr-Kameradschaftskasse hat die Stadt Schömberg zur Anzeige gebracht. Das hat der Erste Staatsanwalt Ronny Stengel von der Staatsanwaltschaft Hechingen am Freitag, 9. Februar, auf Anfrage bestätigt. „Die Kassenstände sollen nicht mit dem jeweiligen Kontostand korrespondieren.“ Die Stadt sehe im Verhalten des ehemaligen Kassierers der Feuerwehr die Straftat der Untreue als verwirklicht an. „Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob der Anfangsverdacht für die Straftat überhaupt gegeben ist.“

Derzeit müsse daher noch „ganz besonders“ die Unschuldsvermutung gegen den ehemaligen Kassierer der Feuerwehr gelten, denn „es handelt sich im Moment noch um eine sogenannte Vorprüfung.“ Die Anzeige von Anfang Januar mit entsprechenden Unterlagen sei umfangreich. Eine Kollegin werde in den nächsten Wochen nach dem Durcharbeiten entscheiden, ob sämtliche Merkmale für einen Anfangsverdacht der Untreue gegeben sind. Wenn ja, würde sie ein Ermittlungsverfahren gegen den langjährigen Kassierer der Feuerwehr Schömberg eröffnen. Dann könnten Zeugen vernommen und weitere Ermittlungen durchgeführt werden.

Nichtöffentlich aus dem Amt entlassen?

Einem Medienbericht zufolge handelt es sich um den ehemaligen Kassierer der Freiwilligen Feuerwehr, der vom Gemeinderat nichtöffentlich aus seinem Amt entlassen worden sei. Auf Anfrage bei der Stadt Schömberg schreibt Bürgermeister Karl-Josef Sprenger dazu: „Der Kassier der Freiwilligen Feuerwehr wurde auf eigenen Antrag aus dem Dienst bei der Feuerwehr entfernt.“ Ansonsten beruft er sich auf den Datenschutz und macht keine weiteren Angaben zur Anzeige.

Um welche Beträge, die möglicherweise veruntreut worden sind, es sich handelt, kann die Staatsanwaltschaft derzeit noch nicht beziffern. „Das ist noch nicht so richtig klar geworden“, sagt Ronny Stengel. Es seien über etliche Jahre Abweichungen aufgedeckt worden – so zumindest laut Wortlaut der Anzeige. „Wir überprüfen nur die Jahre, für welche die Verjährung noch nicht greift“, informiert der Erste Staatsanwalt. Denn Untreue verjährt nach fünf Jahren.