Spritzerfestival in Ostdorf: Personenrettung perfekt gemeistert

Zur Schauübung rückte der Löschzug Bisingen, Engstlatt und Ostdorf mit allen Fahrzeugen aus, unter anderem mit der Drehleiter aus Bisingen.
Dennis Breisinger- Spritzerfestival der FFW Ostdorf bot Schauübung, Löschwettkämpfe und Kinderprogramm.
- Übungsszenario: Brand nach Verpuffung, fünf Personen im Gebäude – Rettung über Leitern.
- Einsatz mit Drehleiter aus Bisingen, Überdrucklüftern, Hydrant und Vollsperrung der Dorfstraße.
- Abends Wettkämpfe, sonntags Frühschoppen mit Glücksrad und Mittagstisch, danach Kinderprogramm.
- FFW Ostdorf: 30 Aktive, neue Fahrzeuge in Betrieb, etwa zehn Einsätze in Ostdorf dieses Jahr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das diesjährige von der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Ostdorf veranstaltete Spritzerfestival ging am Wochenende über die Bühne. Am Samstag um Punkt 15 Uhr war es mit der Ruhe und Beschaulichkeit im idyllischen Ostdorf für kurze Zeit vorbei, denn ein Sirenenalarm schreckte die Bevölkerung auf und kündigte eine bestens besuchte Schauübung an.
Als Szenario wurde ein durch eine Verpuffung im Heizungsraum entstandener Brand in der Dorfstraße 13 angenommen. Fünf eingeschlossene Personen befanden sich im Gebäude und mussten gerettet werden. Zudem drohte der Brand auf eine nebenstehende Scheue beziehungsweise auf nebenstehende Gebäude überzugreifen, sodass schnelles und akkurates Handeln zwingend erforderlich war.
Es rückten der gemeinsame Löschzug Bisingen, Engstlatt und Ostdorf mit allen Fahrzeugen aus, unter anderem mit der Drehleiter aus Bisingen, mit der sich die Einsatzkräfte - ebenso wie mit weiteren Leitern - Zugang zu den eingeschlossenen Personen verschafften. Ostdorfs Abteilungskommandant Frank Haug gab den Besuchern Einblick in die verschiedenen Brandbekämpfungs- und Rettungsmaßnahmen. Unter anderem wurde erläutert, dass während des Einsatzes schnell auf Überdrucklüfter zurückgegriffen werde, da diese eine bessere Sicht ermöglichten und starke Rauchschäden im Gebäude verhindern würden.
Lob vom Abteilungskommandanten
Die Wasserversorgung wurde durch einen Unterflurhydranten sichergestellt, die Riegelstellung zu den nebenstehenden Gebäuden vorgenommen und die Verkehrsabsicherung brachte eine Vollsperrung ab der Kreuzung Owingerstraße über die Dorfstraße bis hin zur Martin-Haug Straße mit sich.
„Es wurde ruhig, sauber und schön der Reihe nach gearbeitet“, lobte Haug sein Team. Die großen Zuschauermassen zeigten seiner Meinung nach „den Stellwert der FFW Ostdorf“ im Ort.
Ab 18 Uhr fanden die Löschwettkämpfe für Feuerwehr- und Freizeitgruppen statt, die erneut zu einer Mordsgaudi für Zuschauer und Beteiligte wurden. Auf einem speziell gesteckten Parcours mussten wieder zahlreiche Aufgaben erledigt werden und im Anschluss wurden die schnellsten Teams bei der Siegerehrung im Festzelt geehrt.

Fünf im Gebäude eingeschlossene Personen mussten bei der Übungvon den Einsatzkräften gerettet werden.
Dennis BreisingerAm Sonntag war bereits um 10 Uhr Frühschoppen mit Glücksrad angesagt, danach wurde der Mittagstisch - unter anderem gab es Rollbraten vom Grill - gedeckt und am Nachmittag stellte die FFW Ostdorf ein Kinderprogramm auf die Beine.
„Die FFW Ostdorf steht in jeglicher Hinsicht sehr gut da. Wir haben 30 aktive Mitglieder, die Bereitschaft zur Weiterbildung ist jederzeit vorhanden und mit der Inbetriebnahme unseres Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser im vergangenen Jahr und unseres Mannschaftstransportwagens in diesem Jahr sind wir auch fahrzeugtechnisch bestens ausgerüstet“, ließ Frank Haug wissen. Mit zirka zehn Einsätzen in Ostdorf sei 2026 ein eher ruhiges Jahr handeln, extremwetterbedingte Einsätze haben es bislang keine gegeben.
Flächenmäßig größtes Waldgebiet
„Auf Ostdorfer Gemarkung befinden sich die in Balingen flächenmäßig größten Waldgebiete. Wenn es dann so einen heißen und trockenen Sommer mit zehn Wochen so gut wie keinem Niederschlag gibt, steigt die Gefahr von Waldbränden, die wir im Vorfeld auch kommuniziert haben“, erklärte Haug. „Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Bevölkerung sich diesbezüglich vernünftig im Wald verhält“, ergänzte er.
