Sparkasse im Zollernalbkreis
: Die Zukunft ist digital

Im Kreistag des Zollernalbkreises stellt Sparkassen-Boss Markus Schmid aktuelle Zahlen aus dem vorigen Jahr vor. Es geht auch um die Zukunft der Filialen.
Von
Sebastian Buck
Hechingen
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Die großen Sparkassen-Center, wie hier in Balingen, bleiben wohl auch auf lange Sicht offen - trotz der fortschreitenden Digitalisierung.

Die großen Sparkassen-Center, wie hier in Balingen, bleiben wohl auch auf lange Sicht offen - trotz der fortschreitenden Digitalisierung.

Sebastian Buck
  • Sparkasse Zollernalb präsentiert positive Zahlen für 2023: Bilanzsumme 4 Milliarden Euro, 5,5 Millionen Euro Gewinn.
  • Digitalisierung verändert Filialnetz: Von einst 100 Filialen sind noch 27 übrig, weitere Reduktionen erwartet.
  • Trend zum Wertpapierhandel: 1,3 Milliarden Euro in Depots, 72.000 Kunden nutzen digitale Zugänge.
  • Ältere Kunden nutzen auch zunehmend Onlinebanking.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Sparkasse Zollernalb sei stolz auf das abgelaufene Geschäftsjahr, so die Kernbotschaft von Markus Schmid. Der Vorstandsvorsitzende des Geldhauses präsentierte nun in der jüngsten Sitzung des Kreistages die Zahlen aus dem Vorjahr 2023. Man habe eine Bilanzsumme von vier Milliarden Euro, verfüge über 525 Millionen Euro eigenes Kapital. Das brauche es aber auch, die Anforderungen für Prüfungsverfahren und Stresstests würden immer höher. Man sei aber trotzdem 5,5 Millionen Euro im Plus beim Jahresabschluss 2023, verkündete Schmid freudig. Doch trotz aller positiver Gesamtzahlen gibt es natürlich auch die ein oder anderen Gebrechen: „Das Kreditgeschäft ist schwierig. Die Verunsicherung kommt auch im Zollernalbkreis an“, erklärte Schmid. Immerhin zog die Finanzierung im Wohnbaugeschäft Anfang des laufenden Jahres wieder etwas an. Auch finanzierte Vorhaben werden wohl wieder angegangen, erklärt der Banken-Chef.

Trend zum Wertpapierhandel

Aus dem Kundengeschäft, insgesamt hat die Sparkasse Zollernalb 131.578 Kunden, gibt es einen klaren Trend hin zum Wertpapierhandel zu beobachten. 4,3 Milliarden Euro an Vermögen verwalte die Sparkasse, berichtet Schmid, 1,3 Milliarden davon sind in Depots geparkt. Ein weiteres Thema war aber auch das Filialnetz an sich. 27 Standorte gibt es derzeit im Zollernalbkreis, weitaus weniger als noch vor Jahren. „Als ich ins Haus kam, da hatten wir noch 100 Filialen“, blickt Markus Schmid zurück. Klar sei aber auch: „Der Wert einer Filiale sinkt.“ Schon heute hätten mehr als die Hälfte aller Kunden einen digitalen Zugang zu ihren Finanzen, um die 72.000 um genau zu sein. „Digitale Lösungen werden weiter um sich greifen“, ist der Bankenboss überzeugt, was eben dazu führe, dass auch die Zahl der physischen Anlaufstellen „deutlich zurückgehen“ werde. Zumal der Großteil der Dienstleistungen heutzutage ohnehin online erledigt werden können. Allerdings, beruhigte dann auch Markus Schmid, halte man die großen Service-Center für allerlei Beratungsleistungen offen.

Tiefgehende Analysen vollzogen

Davide Licht, Bürgermeister von Burladingen, blickte gerade auf die älteren Kunden, die ja, wie er mutmaßte, noch häufiger in die Vor-Ort-Bankfilialen kommen würden. Wie das dann in Zukunft aussehe, wollte er von Schmid wissen. Man müsse „kein Prophet sein“, um zu wissen, dass es mit der weiteren Reduzierung der Geschäftsstellen so kommen werde, denn auch das Bargeld verliere zunehmend an Bedeutung. Lichts Eindruck, dass vor allem ältere Kunden die Filialen aufsuchen, kann der Bankenchef indes nicht bestätigen: „Wir haben tief gehende Analysen gemacht und stellen fest, dass die Filialen nicht unbedingt von den Älteren hoch frequentiert werden.“ Denn auch die würden teils mit Smartphone ausstaffiert sein und Onlinebanking betreiben. Die Technik schreite eben voran, so Schmid, der erklärte: „Ich kann ja auch nicht sagen: ,Es gibt keine gelben Telefonzellen mehr, ich kann nicht mehr telefonieren, weil ich kein Smartphone habe.´“ Es wird also auch im Filialnetz der Sparkasse Zollernalb in Zukunft diverse Anpassungen geben, so viel scheint nach dem Vortrag von Markus Schmid im Kreistag sicher.

27

Standorte mit Filialen der Sparkasse gibt es aktuell noch im Zollernalbkreis. Das könnte sich in den nächsten Jahren aber noch weiter nach unten korrigieren, die Digitalisierung lässt grüßen.