SOPHI Zollernalb e.V.: Neuer Name, gleicher Auftrag

Manuela Preissler (Zweite von rechts) mit einigen der Künstlerinnen und Künstler.
Andrea Maute- Neuer Name und Logo: Aus dem Verein wird „SOPHI Zollernalb e.V.“
- SOPHI steht für „Sozialpsychiatrische Hilfen“; Auftrag bleibt unverändert
- Neues Logo verbindet grünes und rotes Puzzleteil – Symbole für Unterstützung etc.
- Drei Standorte: Balingen, Albstadt-Ebingen, Hechingen; Zuständigkeit: Zollernalbkreis
- Angebote: Tagesstätte, Assistenz zuhause, SPD, Soziotherapie, PIA-Hilfen, Gruppen (u. a. Depressions- und Angehörigen)
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Drei grüne, miteinander verbundene Puzzleteile. Dazu ein einzelnes rotes – so sieht seit vielen Jahren das Logo des Vereins für gemeindenahe Psychiatrie im Zollernalbkreis aus.
Ist das rote Teil im Begriff, sich mit den grünen zu verbinden? Gehört es dazu oder eher nicht? Das ist die Frage, die sich dem Betrachter unmittelbar stellt.
Nimmt man das große Ganze in den Blick, ist es tatsächlich so, dass im Verein für gemeindenahe Psychiatrie kein Puzzleteil für sich alleine steht. Und diesem Aspekt wurde mit dem neuen Logo nun Rechnung getragen.
Grafische Teile in verschiedenen Grüntönen sind jetzt fest mit dem roten Teil verbunden. Sie symbolisieren Begriffe wie Unterstützung, Begleitung, Teilhabe, Stabilität, Verlässlichkeit und Vertrauen. Der Übergang ist fließend, das Bild harmonisch und einprägsam.
Doch nicht nur das Logo wurde auf Basis von über 40 Jahren Erfahrung weiterentwickelt. Auch der Name ist neu. Aus dem „Verein für gemeindenahe Psychiatrie im Zollernalbkreis“ – eine sehr lange, zweckmäßige Bezeichnung – ist nun „SOPHI Zollernalb“ geworden.
„Ausdruck von Identität, Haltung und Aufbruch“
SOPHI ist die Abkürzung für „Sozialpsychiatrische Hilfen“ und macht, wie Geschäftsführerin Dr. Marlene Klingspiegl erklärt, sichtbar, wofür der Verein seit vielen Jahren steht: für wohnortnahe sozialpsychiatrische Angebote, individuelle Unterstützung im Alltag und Hilfe in belastenden Lebenssituationen. Für den Verein sei diese Umbenennung daher weit mehr als eine formale Anpassung – „sie ist ein Ausdruck von Identität, Haltung und Aufbruch.“
Neues Logo, neuer einprägsamer Name. Eines bleibt jedoch unverändert: „SOPHI Zollernalb e.V. ist weiterhin verlässlicher Ansprechpartner für Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen“, machen die Verantwortlichen deutlich.

Neuer Name, neues Logo, gleicher Auftrag: Aus dem „Verein für gemeindenahe Psychiatrie im Zollernalbkreis e.V.“ wird "SOPHI Zollernalb e.V."
Andrea MauteAn den drei Standorten Balingen, Albstadt-Ebingen und Hechingen ist ein multiprofessionelles Team mit zum Teil langjähriger Erfahrung tätig. Die Zuständigkeit erstreckt sich dabei auf den gesamten Zollernalbkreis.
Zu den vielfältigen Gruppenangeboten gehört unter anderem die Malwerkstatt, die von Manuela Preissler geleitet wird. Auch heuer schmücken die Flure im Zentrum für gemeindenahe Psychiatrie in der Schwanenstraße in Balingen wieder Bilder von Menschen, die sich immer freitags zum gemeinsamen Malen treffen.
Acht Aktive stellen dieses Mal aus. Bisweilen, sagt die ehemalige Kunstlehrerin, die an der Waldorfschule in Frommern unterrichtete, ändere sich die Zusammensetzung der Gruppe. Viele kommen jedoch regelmäßig in die Malwerkstatt und haben, wie in der Ausstellung zu sehen ist, im Laufe der Zeit ihren ganz persönlichen Stil entwickelt.
Die diesjährige Werkschau steht unter dem Titel „Stimmungen“ und vereint von der Lebensfreude bis zur Melancholie die ganze Klaviatur menschlicher Emotionen. Wobei das Melancholische, wie Manuela Preissler bei der Vernissage erklärte, nicht per se mit Negativem verbunden ist. In der Kunst werde sie ins Positive gewendet, indem sie als Quelle von Kreativität, Genie und tiefer Reflexion interpretiert werde.
Von Bunt bis Düster
Ein wichtiger Träger des Bildausdrucks sind die Farben. Von Bunt bis Düster spiegeln sie alle Arten von Gefühlen, setzten die Lebensfreude ebenso ins Bild wie das Dramatische, Schwere. Es sind „die unausgesprochenen Zwischentöne“, die als Aspekte unseres Daseins in den Werken zum Tragen kommen.
In Augenschein genommen werden können die Bilder, die nun ein lang Jahr hängen, wochentags von 10 bis 16 Uhr. Wer den Verein in einem bestimmten Betätigungsfeld ehrenamtlich unterstützen möchte, darf sich gerne melden. Weitere Informationen zu SOPHI Zollernalb e.V. gibt es unter www.sophi-zak.de.
Die Angebote von SOPHI Zollernalb e.V. im Überblick
Tagesstätte
Die Tagesstätte in Balingen bietet Raum für Begegnung, Austausch und Tagesstruktur. Besucher können andere Menschen treffen, gemeinsam zu Mittag essen, an Gruppenangeboten teilnehmen und sich aktiv in die Tagesstättenarbeit einbringen.
Assistenzleistungen im eigen Wohn- und Sozialraum
Die Assistenzleistungen im eigenen Wohn- und Sozialraum richten sich an Menschen mit chronisch psychischer Erkrankung, die selbstständig wohnen möchten, dabei aber Unterstützung im Alltag benötigen. Ziel ist es, eine möglichst eigenständige Lebensführung zu ermöglichen und soziale Teilhabe zu sichern.
Sozialpsychiatrischer Dienst
Der Dienst führt niedrigschwellige Erstberatungsgespräche durch, berät psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, begleitet in akuten Belastungssituationen und hilft bei der Klärung des individuellen Unterstützungsbedarfs. Dazu gehören auch Hilfen im Umgang mit Ämtern und Behörden sowie bei der Sicherung der materiellen Grundversorgung.
Soziotherapie
Soziotherapie ist eine Leistung der Krankenkassen. Sie kann von Fachärzten für Psychiatrie oder Neurologie sowie von psychologischen Psychotherapeuten verordnet und von anerkannten Soziotherapeuten durchgeführt werden. Sie unterstützt Menschen mit schwerer psychischer Erkrankung, die große Schwierigkeiten haben, ärztliche und verordnete Leistungen selbstständig in Anspruch zu nehmen.
Psychosoziale Hilfen im Rahmen der Psychiatrischen Institutsambulanz
In Abstimmung mit den Ärzten der Psychiatrischen Institutsambulanz des Vinzenz von Paul Hospitals beraten und begleiten Mitarbeitende von SOPHI psychisch erkrankte Menschen. Dazu gehören Hausbesuche, Krisenintervention, Unterstützung von Angehörigen, Hilfen im Alltag sowie Begleitung in medizinischen, wohnbezogenen und finanziellen Fragen.
Weitere Angebote sind die Angehörigengruppen in Albstadt und Hechingen, die seit vielen Jahren bestehen und Austausch sowie Entlastung ermöglichen, eine angeleitete Depressionsgruppe sowie BeLa- eine Kooperation mit dem Jobcenter zur Beratung und Unterstützung von Langzeitarbeitslosen.
