Sommerschule am Gymnasium Balingen: Mit viel Rückenwind ins neue Schuljahr starten

Das Kreativsein in der Kunstwerkstatt ist einer von vielen Bausteinen der Sommerschule.
Andrea Maute- Sommerschule am Gymnasium Balingen bereitet 41 Schüler der Klassen 5–7 auf das neue Schuljahr vor.
- Ohne Leistungsdruck werden Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch wiederholt und vertieft.
- Kunstwerkstatt und erlebnispädagogische Angebote wie Stadtrallye und Programmieren motivieren zusätzlich.
- Neu: Schüler kochen selbst und stärken Gemeinschaftsgefühl; Mentoren aus Klasse 10 unterstützen.
- Ziel: Sicherer, entspannter Schulstart mit positivem Zugang zum Lernen und gestärkter Motivation.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es sind nur noch wenige Tage, bis die Sommerferien zu Ende gehen. Und mit ihnen Wochen, in denen die Kinder und Jugendlichen ein Leben abseits des Schulalltags geführt haben. Nun gilt es, sich wieder umzugewöhnen. Das neue Schuljahr steht vor der Tür und die grenzenlose Freiheit weicht einem geregelten Tagesablauf. Der 15. September ist deshalb nicht zuletzt ein Meilenstein. Ob er eher groß wie ein Felsbrocken oder klein wie ein Kieselstein vor den Schülerinnen und Schülern liegt, ist nicht zuletzt eine Frage der Vorbereitung.
Sicherheit vermitteln
Die Sommerschule am Gymnasium Balingen, die in Kooperation mit der Realschule Balingen stattfindet und auch heuer wieder in der letzten Ferienwoche veranstaltet wird, leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Hier lernen Gymnasiasten und Realschüler der Klassenstufen 5 bis 7 für den kommenden Unterricht. Wer beim Satz „Lernen in den Ferien“ erst mal zusammenzuckt, wird nach kurzem Nachdenken allerdings rasch erkennen, dass damit viele Vorteile einhergehen.
Zum einen sorgt die Sommerschule, wie die Lehrerinnen Anja Linz und Hanna Brinkmann berichten, für einen fließenden Übergang ins neue Schuljahr. „Man ist gut gerüstet und kann dem kommenden Montag dadurch viel gelassener entgegenblicken“, sagt Anja Linz.
Mentoren unterstützen
Zum anderen bietet sie Raum und Zeit, um die Schülerinnen und Schüler nach Bedarf zu fördern. Ohne Leistungsdruck und Stress kann hier Lernstoff aus den Fachgebieten Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch wiederholt und vertieft und es können Ängste vor Problembereichen abgebaut werden. Und das ganz individuell und in entspannter Atmosphäre. Dies gibt nicht nur Sicherheit. Es wird auch von immer mehr Kindern und Eltern geschätzt.
Insgesamt 41 Schülerinnen und Schüler, so viele wie bislang noch nie, drücken dieses Mal eine Woche vor Ferienende die Schulbank. In kleinen Gruppen werden sie von vier Lehrkräften des Gymnasiums, zwei der Realschule sowie drei Mentoren der Klasse 10 betreut.
Letztere sind, wie Anja Linz erklärt, Mittler zwischen Schülern und Lehrern. „Es ist schön zu sehen, wie sie während der Sommerschule in die Lehrerrolle schlüpfen“, freut sie sich.
Gemeinschaft wird gestärkt
Junge Menschen, die ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern beim Lernen unterstützen, klassen- und schulübergreifende Begegnungen sowie motivierende Erlebnisse – all das sind Zutaten, die Bestandteil des Erfolgsrezepts der Sommerschule sind. „Sie vermittelt einen anderen Zugang zur Schule, sorgt für positive Erlebnisse und stärkt die Gemeinschaft“, bringt es Hanna Brinkmann auf den Punkt. Und nicht zuletzt fördert sie auch die Motivation.
In einem sogenannten Lerntagebuch notieren sich die Kinder ihre Ziele für die Woche und halten darin fest, was sie an den einzelnen Tagen gelernt haben und was besonders Spaß gemacht hat.
Zu letzterem dürfte garantiert die kreative Betätigung in der Kunstwerkstatt zählen. Woran wird dieses Mal dort gearbeitet? Bei der diesjährigen Sommerschule stehen, wie Kunstlehrer Raphael Verscheure erklärt, die verschiedenen Dekoartikel aus der Pausenhalle im Fokus.
Die Palmen oder Schwimmringe werden von den Schülerinnen und Schülern fotografiert, die Fotos anschließend auf dem iPad zugeschnitten und so verfremdet, dass sie nur noch eine Ahnung vom jeweils abgelichteten Gegenstand vermitteln. Diese Ansicht wird dann auf einen großformatigen Papierbogen übertragen; eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Aufgabe.
Zum Wir-Gefühl tragen auch die erlebnispädagogischen Veranstaltungen bei, die während der Woche auf dem Programm anstehen. Dazu gehören etwa das Ökomobil, eine Stadtrallye in Tübingen und ein Besuch des „KI-Makerspace“; ein Projekt der Uni, bei dem die Kinder neue Technik-Skills vermittelt bekommen und sich etwa im Programmieren kleiner Roboter üben dürfen.
Falls sich der Wettergott gnädig zeigt, geht es außerdem ins Freibad und am letzten Tag ist das Haus Nazareth im Gymnasium zu Gast.
Neu ist in diesem Jahr, dass die Schülerinnen und Schüler selbst kochen; eine Aufgabe, die sie mit viel Eifer und Stolz erledigen.
Viel Rückenwind
Es ist also alles andere als nur trockener Lernstoff, der hier in den Ferien gepaukt wird. Und am Ende der Woche können die Kinder die Sommerschule mit viel Rückenwind für das neue Schuljahr verlassen.
